Umrüstung: Eurofighter fliegen wieder - DER SPIEGEL
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Umrüstung Eurofighter fliegen wieder

Das Flugverbot ist zurückgenommen, die Jets dürfen wieder abheben: Nach technischen Problemen und anschließendem Umbau an den Schleudersitzen hat die Bundeswehr grünes Licht für die 55 deutschen Eurofighter gegeben.
Eurofighter der Luftwaffe: Probleme an den Schleudersitzen
Eurofighter der Luftwaffe: Probleme an den Schleudersitzen

Eurofighter der Luftwaffe: Probleme an den Schleudersitzen

Foto: ALEXANDRA WINKLER/ REUTERS
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Eurofighter

Berlin - Der Flugbetrieb ist an diesem Donnerstag wieder aufgenommen worden. Man habe die Gurtschlösser an den Schleudersitzen der gemeinsam mit der Industrie so umgerüstet, dass sie sich bei einem Notausstieg nicht unbeabsichtigt öffnen könnten, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin.

Bundeswehr

Nach dem Umbau und der Einweisung der Piloten werde der Eurofighter nun wieder geflogen. Die hatte dem Jet Mitte September ein Flugverbot erteilt.

Der Hintergrund für die Überholung: Bei einem Unfall eines zweisitzigen Eurofighters in Spanien war vor einem knappen Monat der Co-Pilot aus Saudi-Arabien ums Leben gekommen. Der spanische Pilot hatte sich dagegen mit dem Schleudersitz retten können. Angeblich wurde auch der Schleudersitz des Co-Piloten aktiviert, aber der Fallschirm trennte sich vom Schleudersitz, so dass er den Sturz des Piloten nicht abfangen konnte.

Als Auslöser für den Crash vermuten Experten, dass wichtige Sensoren des Flugzeugs durch Vogelschlag zerstört worden waren. Es war der insgesamt zweite Absturz eines Eurofighters. 2002 war bereits ein Prototyp abgestürzt, bei dem sich die Besatzung aber mit dem Schleudersitz retten konnte. Mit bislang mehr als 90.000 unfallfreien Flugstunden gilt der Eurofighter trotz des Unglücks als das derzeit sicherste Kampfflugzeug weltweit.

Zwischenzeitlich hatte die Bundeswehr nicht nur mit Problemen an den Schleudersitzen der Eurofighter zu ringen sondern auch an denen anderer Jets. So teilte die Luftwaffe am vergangenen Freitag mit, dass auch alle 195 Maschinen des Typs Tornado sowie alle 45 Phantom-Flugzeuge überprüft würden, nachdem bei einigen Flugzeugen ein Defekt festgestellt wurde. Dabei gehe es um einen Bolzen am Schleudersitz. "Das Problem ist lokalisiert", hieß es.

Während die Maschinen der Typen Tornado und Phantom nach dem Beheben des Defekts beziehungsweise einer Sicherheitsüberprüfung wieder nach und nach den Flugbetrieb aufnehmen konnten, mussten die 55 Eurofighter der Luftwaffe bis zu diesem Donnerstag weiter am Boden bleiben.

sef/Reuters/AFP