Deutschland: Verband der Nazi-Opfer will 8. Mai zum Feiertag machen - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Ende des Zweiten Weltkrieges Verband der Nazi-Opfer will 8. Mai zum Feiertag machen

Deutschland soll mit einem Feiertag an das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa erinnern. Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes verknüpft ihre Forderung mit einer Warnung vor der AfD.
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes

Foto: Sachelle Babbar / imago images/ZUMA Wire

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes will erreichen, dass der 8. Mai als Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus dauerhaft in ganz Deutschland Feiertag wird. Dafür übergab der Verband eine Petition an Bundesratspräsident Bodo Ramelow. Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa durch die vollständige Kapitulation der deutschen Wehrmacht.

»Wir hoffen, dass 175.000 Unterschriften von den Mitgliedern des Bundesrates als klares Votum verstanden werden, den Tag der Befreiung zum Feiertag zu machen«, sagte Florian Gutsche, der Bundesvorsitzende des Verbandes bei der Übergabe der Petition vor dem Thüringer Landtag.

Gestartet wurde die Kampagne zusammen mit der im vergangenen Jahr verstorbenen Holocaust-Überlebenden Esther Bejarano. Der Verband hofft, mit seiner Petition zu erreichen, dass der 8. Mai schon 2023 ein Feiertag ist.

Mehr zum Thema

Es müsse auch diskutiert werden, was getan werden müsse, damit in Deutschland nie wieder ein faschistisches Regime an die Macht kommen könne, hieß es von der Vereinigung. Das sei unverzichtbar in einem Land, »das für das Sterben von Millionen von Menschen verantwortlich ist und in dem mit der AfD eine in Teilen faschistische Partei nach der Macht greifen will«.

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes wurde 1947 von Überlebenden der deutschen Konzentrationslager gegründet. Sie hat derzeit rund 7000 Mitglieder.

til/dpa