Verbrechen Bundesregierung will Kinderhandel weltweit bekämpfen
Osnabrück - Die Bundesregierung wolle die Bekämpfung des Kinderhandels deshalb bei allen internationalen Gesprächen zu einem zentralen Thema machen, kündigte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium, Christel Riemann-Hanewinckel (SPD), gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung" an. "Überall in der Welt" müsse das Bewusstsein dafür geschärft werden, dass die Verbrechen Kinderhandel und -prostitution vorrangig bekämpft werden müssten.
"Wir wollen dafür sorgen, dass Kinderhandel spürbar eingedämmt wird - auch wenn das noch ein langer Weg ist", sagte die Politikerin anlässlich der am Dienstag in Osnabrück beginnenden internationalen Konferenz gegen Kinderhandel. Unter den jährlich aus Osteuropa nach Mittel- und Westeuropa verkauften 120.000 Frauen und Kindern seien nach Erkenntnissen des Bundeskriminalamtes 6000 Minderjährige, allerdings keine unter 14-Jährigen. Es gebe "eine erhebliche Nachfrage deutscher Männer nach sexuellem Missbrauch von Kindern", die Kinderhandel auch in Europa lukrativ mache, sagte die Politikerin.