Vor Koalitionsverhandlungen Bärbel Höhn gibt sich gelassen
Berlin - Nordrhein-Westfalens Umweltministerin Bärbel Höhn (Grüne) hat sich wenig beeindruckt vom Verhalten von Ministerpräsident Wolfgang Clements (SPD) vor Beginn der Koalitionsverhandlungen mit ihrer Partei gezeigt. Dass er sich im Vorfeld mit Wahlsieger Jürgen Möllemann (FDP) getroffen habe, bewertete sie im ZDF-"Morgenmagazin" am Freitag als professionell. Er wisse, wie man Druck macht. Auch Spekulationen über eine mögliche Verkleinerung ihres Ministeriums nahm sie gelassen hin. "Entscheidend ist, was wirklich am Verhandlungstisch besprochen wird."
Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne), der seine Partei am Rand einer parlamentarischen Existenzkrise sieht, gab sie insofern recht, dass ihre Partei in der Koalition in Nordrhein-Westfalen ein klareres Profil brauche. Sie sprach sich erneut für faire Verhandlungen auf gleicher Augenhöhe aus. "Es kann nicht so sein, dass ein Partner dauerhaft gepresst wird. Dazu gehört auch, dass keine Seite die andere provoziert. Das wäre das, was wir fünf Jahre lang miteinander gemacht haben. Wir müssen deutlich machen, dass wir die Probleme gemeinsam anpacken wollen. Und es wird sich in den Gesprächen am Sonntag zeigen, ob das gelingt oder nicht."