Wahlen: Schill will Hessen erobern - DER SPIEGEL
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Wahlen Schill will Hessen erobern

Die CDU behauptet zwar, die Partei des Hamburger Innensenators Ronald Schill habe in Hessen keine Chance. Aber "Richter Gnadenlos" will sich davon nicht beirren lassen.
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Frankfurt am Main/Hamburg - Für Februar oder März sei die Gründung eines ersten Ortsverbands vorgesehen, sagte ein Sprecher von Schills "Partei Rechtsstaatlicher Offensive". Er bestätigte damit einen Bericht des Hörfunksenders "Hit Radio FFH". Im Gespräch seien mehrere Städte, darunter Frankfurt.

Am Aufbau der Schill-Partei in Hessen soll unter anderem der ehemalige CDU-Landtagsabgeordnete Heiner Hofsommer aus dem osthessischen Ludwigsau mitarbeiten. Hofsommer sagte, die Schill- Partei habe ihn gebeten, eine leitende Position beim Aufbau eines Verbandes in Hessen zu übernehmen.

Gegen den Direktor der Jahnschule in Hünfeld ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Volksverhetzung. Der Schulleiter, der auch Mitglied im rechtsgerichteten "Bund Freier Bürger" war, soll sich im Englischunterricht rassistisch geäußert haben und war im Dezember an das Staatliche Schulamt in Fulda abgeordnet worden.

Der hessische CDU-Generalsekretär Michael Boddenberg sagte, die Schill-Partei werde in Hessen keine Chance haben. Er könne sich nicht vorstellen, dass sie wirklich antreten wolle.

Die Schill-Partei will nach dem Erfolg bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg mehrere Landes-Verbände aufbauen. Bei der Hamburg-Wahl am 23. September 2001 hatte die Partei des ehemaligen Amtsrichters aus dem Stand 19,4 Prozent der Stimmen erhalten. Am 21. April tritt die Schill-Partei bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt an. Nach einer repräsentativen Umfrage des Forsa- Instituts im Auftrag der Wochenzeitung "Die Woche" liegt die Schill-Partei dort bei zwei Prozent und würde damit den Einzug in den Landtag verfehlen.