Wahlkampf: IG Metall droht Schröder - DER SPIEGEL
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Wahlkampf IG Metall droht Schröder

Die IG Metall versucht Druck auf die Bundesregierung zu machen. Ein halbes Jahr vor der Bundestagswahl kündigte der Gewerkschaft-Vize Peters an, falls Schröder seine Politik nicht ändere, könnten die Arbeitnehmer unter den Wählern am 22. September zu Hause bleiben.
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Saarbrücken - Die IG Metall will im Bundestagswahlkampf für einen "Politikwechsel" werben. Jürgen Peters warf Bundeskanzler Gerhard Schröder in der "Saarbrücker Zeitung" eine neoliberale Handschrift bei der Rentenreform und eine abenteuerliche Haushaltspolitik vor, die zu Lasten öffentlicher Investitionen gehe. Dies sei in Zeiten der Massenarbeitslosigkeit die falsche Politik: Man könne sich auch zu Tode sparen. Mit dem Weggang des ehemaligen SPD-Chefs Oskar Lafontaine sei in der SPD ein Vakuum entstanden. Dieses Vakuum hätten nun andere genutzt, um eine Politik zu machen, die viele Dinge anpacke, die den Gewerkschaften sehr wehtun.

Der Gewerkschafter warnte Schröder in der "Saarbrücker Zeitung" davor, die Arbeitnehmer könnten bei der Bundestagswahl am 22. September zu Hause bleiben. Schröder werde womöglich auch der Hinweis darauf nicht weiterhelfen, dass er im Vergleich mit Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber noch das kleinere Übel sei. Die Mitglieder der IG Metall sagten sich dann möglicherweise: "Ob ich das kleinere Übel wähle oder das größere, macht keinen großen Unterschied."