Wehrpflicht SPD steuert Kompromiss an
Köln - SPD-Chef Franz Müntefering will nach Presseinformationen den innerparteilichen Konflikt um die Abschaffung der Wehrpflicht entschärfen. Müntefering wolle weit vor dem nächsten SPD-Parteitag im Herbst 2005 zu einer einvernehmlichen Lösung kommen, berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger" aus führenden SPD-Partei- und Fraktionskreisen. Der Kompromiss solle darauf hinauslaufen, die Wehrpflicht formell zu erhalten, sie aber mit Elementen der Freiwilligkeit so zu verändern, dass sie de facto abgeschafft würde.
Der stellvertretende verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Hans-Peter Bartels, sagte dem Blatt: "Wir werden weit vor dem Parteitag zu einer gemeinsamen Position kommen. Die Wehrpflicht bleibt - aber mit Elementen der Freiwilligkeit." Bartels zufolge hat der Parteivorstand nach der jüngsten Parteikonferenz zu diesem Thema die Initiative ergriffen.