Wirtschaftsministerium: Glos lobt Clement - DER SPIEGEL
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Wirtschaftsministerium Glos lobt Clement

Das Superministerium von Wolfgang Clement sollte vor drei Jahren Deutschland entscheidend voranbringen. Nun bedauert nicht nur der scheidende, sondern auch der neue Chef, CSU-Mann Michael Glos, die "Zerlegung" des Ressorts.
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Berlin - Ein Hauch von Wehmut bestimmte die Amtsübergabe vom scheidenden Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) zu seinem Nachfolger Michael Glos. Übereinstimmend beklagten sich die beiden Politiker, dass die vor drei Jahren vollzogene Fusion mit dem Arbeitsministerium wieder rückgängig gemacht wird. "Über diese Rückabwicklung bin ich nicht begeistert", sagte Clement bei seinem Abschied vor mehreren hundert Mitarbeitern.

Der bisherige CSU-Landesgruppenchef Glos sprach von einer "Zerlegung" des Ressorts. Er sagte, es erfülle ihn mit ein "klein wenig Stolz", Clements Nachfolge antreten zu dürfen. Dass das öffentliche Bild der Arbeitsmarktreform Hartz IV zurzeit schief hänge, "ist nicht Ihre Schuld", sagte Glos zu Clement.

Deutschland brauche mehr Wirtschaftswachstum und Jobs. "Dieses Haus muss die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass in Deutschland wieder mehr legale Arbeit entsteht", sagte Glos. Notwendig sei dafür ein Dreiklang aus Sparen, Investieren und Reformieren. Glos kündigte an, zum 1. Januar den CSU-Abgeordneten im Europa-Parlament, Joachim Würmeling, als beamteten Staatssekretär in sein Haus zu holen.

Clement lobte das Wirtschaftsministerium als einen "Reformmotor" der rot-grünen Bundesregierung. Zu der Arbeitsmarkt- und Sozialreform Hartz IV sagte er: "Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist. Die Arbeitslosenzahlen werden sich Schritt für Schritt verbessern, sogar in diesem Monat."

Seinen Nachfolger Glos, ein gelernter Müllermeister und seit fast 30 Jahren im Bundestag, lobte Clement als einen Mann mit "unternehmerischer und außerordentlicher politischer Erfahrung". Glos berichtete den Mitarbeitern, dass er als impulsiv gelte. Dafür entschuldige er sich bereits im Voraus. Er sei zudem durchsetzungsfähig, "wenn ich erst einmal begriffen habe, was ich will".