Wurstverbot: Fischer macht Ernst - DER SPIEGEL
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Wurstverbot Fischer macht Ernst

Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer (Grüne) zieht Konsequenzen aus der BSE-Krise. Ältere Koch- und Brühwürste sollen von den Herstellern zurückgenommen werden.
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Berlin - Aus "Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes" forderte Fischer die Hersteller von Lebensmitteln mit dem so genannten Seperatorenfleisch auf, ihre Produkte "sofort zurückzuziehen", wenn das Separatorenfleisch vor dem 1. Oktober gewonnen wurde. "Kein Produkt, das dieses Fleisch enthält, sollte noch verkauft werden", heißt es in einer Erklärung Fischers.

Bei Seperatorenfleisch handelt es sich um Fleisch, das am Ende des Schlachtvorgangs vom Knochen des Rindes abgelöst wird und hauptsächlich bei der Produktion von Koch- und Brühwürsten Verwendung findet. Bis zum 1. Oktober war es erlaubt, Seperatorenfleisch auch von der Wirbelsäule geschlachteter Rinder zu gewinnen. Nach neuen Erkenntnissen ist nicht auszuschließen, dass "dabei BSE- Risikomaterial aus der Wirbelsäule am Fleisch haften bleibt", heißt es in der Erklärung Fischers.



An diesem Donnerstag werde geprüft, ob rechtliche Schritte gegen die Verwendung von solchem Fleisch möglich seien. "Wir müssen jedes reale Risiko ausschließen", sagte Fischer. Damit scheint ein Verkaufsstopp für bestimmte Wurstwaren näher gerückt. Noch am Nachmittag hatte Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye gesagt, es gebe "keine Situation, in der die Bundesregierung tätig werden müsste".

Das Bundesinstitut hatte allerdings am späten Mittwochnachmittag das Ministerium "über die Möglichkeit der gesundheitlichen Gefährdung durch die Verwendung von vor dem 1.10.2000 gewonnenen Seperatorenfleisch in Kenntnis gesetzt".

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