Zeitung: Union will Koch notfalls opfern - DER SPIEGEL
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Zeitung Union will Koch notfalls opfern

Wie lange sich Roland Koch noch halten kann, wird immer fraglicher. Der hessische Ministerpräsident läuft einem Zeitungsbericht zufolge jetzt sogar Gefahr, von den eigenen Leuten geopfert werden. Der Grund: Bundes-CDU und CSU fürchten Neuwahlen und damit den Verlust der Macht in Hessen.
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Berlin - Der Berliner Zeitung "B.Z." zufolge hat der CSU-Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber intern vor einem Bruch der Hessen-Koalition gewarnt, schreibt das Blatt in seiner Freitagausgabe. Nach seinen Informationen, so Stoiber vor CSU- Bundestagsabgeordneten, werde in der hessischen CDU über Neuwahlen nachgedacht. Dies sei gefährlich für die Mehrheitsverhältnisse im Bundesrat und müsse verhindert werden.

Das wichtigste sei jetzt der Erhalt der christlich-liberalen Koalition in Hessen. Darin bestehe Kochs Tragik. Der sei, so Stoiber nach dem Zeitungsbericht weiter, der beste in der Generation der 40-Jährigen in der CDU.

Koch selbst denkt weiter nicht an einen Rücktritt. Auf die Frage, wie er seine Zukunft als Ministerpräsident sehe, meinte Roland Koch in der Nacht zum Freitag beim Verlassen der CDU-Präsidiumssitzung in Berlin: "Die, die da waren, haben mir die Daumen gedrückt, und ich tue was ich kann. Und zusammen werden wir es schon hinkriegen." Der Neuanfang in Hessen sei im letzten Jahr erfolgt. Und er werde jetzt dafür sorgen, dass CDU und FDP zusammen weiterhin ihre Arbeit machen könnten, meinte Koch.