Zeitungen: Warnstreiks sollen Verleger unter Druck setzen - DER SPIEGEL
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Zeitungen Warnstreiks sollen Verleger unter Druck setzen

Die Warnstreiks in der Druckindustrie gehen in ganz Deutschland weiter. Viele Zeitungen werden erneut nicht wie gewohnt erscheinen können.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Auch überregionale Blätter wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und die "Frankfurter Rundschau" sowie die Druckerei des Süddeutschen Verlages waren von den Warnstreiks am Dienstag betroffen. In der Druckerei des Berliner "Tagesspiegel" beteiligte sich eine komplette Schicht von rund 20 Kollegen an dem Warnstreik. Am Mittwochvormittag traf es weitere Zeitungen.

Die Arbeitgeber der Druckindustrie haben für die rund 200.000 Beschäftigten eine Lohnerhöhung von 2,2 Prozent rückwirkend zum April und noch einmal 2,5 Prozent zum April 2001 angeboten. Zudem umfasst das Angebot des Bundesverbandes Druck und Medien einen Tarifvertrag über Altersteilzeit auf Basis freiwilliger Vereinbarungen zwischen Betrieb und Arbeitnehmer. Die IG Medien fordert 5,5 Prozent mehr Geld. Außerdem möchte sie einen Rechtsanspruch auf tarifliche Altersteilzeit.

Der Arbeitgeberverband hat nach eigener Darstellung ein Angebot vorgelegt, "das dem Geist des Bündnisses für Arbeit" entspricht. Die IG Medien hatte dagegen das Angebot als Provokation zurückgewiesen.