Falsches Wochenende - DER SPIEGEL
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CDU-SPENDENAFFÄRE Falsches Wochenende

• aus DER SPIEGEL 37/2000
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In neue Erklärungsnöte gerät Wolfgang Schäuble mit seiner Version der 100 000-Mark-Spende des Rüstungslobbyisten Schreiber. Schäuble hatte seinen Freund Gerhard Lehmann am 28. August vor dem Untersuchungsausschuss präsentiert, doch Lehmanns Aussage stützt Schäubles Version nicht.

Lehmann hatte ausgesagt, Schäuble habe ihm auch im Herbst 1994 »die Ereignisse der Woche« beim üblichen Sonntagsausflug erzählt. Aus Schäubles Terminkalender geht aber hervor, dass er am 25. September 1994, am Wochenende direkt nach der angeblichen Spendenübergabe, nicht wie üblich mit Lehmann zum Ausflug aufgebrochen sein kann. Schäuble war an diesem Tag in Fulda und kehrte erst nachmittags mit dem Zug zurück.

Laut Terminkalender konnte Schäuble Lehmann von der ungewöhnlichen Bargeldspende frühestens bei einem Ausflug am 2. Oktober berichtet haben. Da lag das CDU-Sponsorenessen, an dem auch Schreiber teilgenommen hatte, bereits über eine Woche zurück. Lehmanns Aussage kann also den von Schäuble angegebenen Zeitpunkt der Übergabe der 100 000 Mark vom 22. September nicht belegen.

Schäuble und die frühere Schatzmeisterin der CDU Brigitte Baumeister streiten sich seit Januar dieses Jahres, wer die 100 000 Mark in bar von Schreiber entgegengenommen hat.

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