FDP-Pendler
Die Führung der niedersächsischen FDP, die sich nach dem Regierungswechsel in Hannover auf »konstruktive Opposition« zum CDU-Minderheitskabinett von Ernst Albrecht festgelegt hat, will einer Polarisierung in ihrer Landtagsfraktion durch eine neue Pendeltaktik begegnen: Die elf Abgeordneten sollen abwechselnd mit SPD und CDU votieren, nie zweimal hintereinander mit derselben. Zumindest drei Liberale wollen das Wechselspiel, das sie als Erpressung empfinden, nicht mitmachen und hoffen, daß dann zwei konservative Kollegen zur CDU abspringen. Für die Union, die mit Überläufern nicht regieren will, wäre diese Entwicklung, so einer ihrer Abgeordneten, »das Schlimmste, was uns passieren kann": Sowohl eine Koalition mit der FDP wie eine Große mit der SPD bliebe dann bis zum Ende der Legislaturperiode ausgeschlossen.