SRI LANKA Hoffnung auf die Rückkehr der Touristen
Beinahe alle Straßensperren sind beseitigt, demnächst sollen regelmäßige See- und Luftverbindungen regen Fremdenverkehr in die einst abgeschnittene Nordregion Sri Lankas bringen: Seit sich die Regierung in Colombo und die Guerrilla der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE), die das nördliche Landesdrittel kontrolliert, nach fast 19 Jahren Bürgerkrieg im Februar auf einen Waffenstillstand einigten, hoffen beide Seiten auf den Wiederaufstieg der Insel in die Reihe begehrter Reiseziele für betuchte Touristen. Durch das von Norwegen vermittelte Abkommen, das eine schrittweise Annäherung zwischen dem überwiegend singhalesischen, buddhistischen Süden und dem tamilischen, zumeist hinduistischen Norden bis zu einem endgültigen Friedensvertrag vorsieht, wurden lange blockierte Landwege zu Tamilen-Städten wie Jaffna und Batticaloa wieder geöffnet. Reiseveranstalter erwarten jetzt kräftiges Wachstum: Das letzte Attentat der LTTE auf den Flughafen Colombo am 24. Juli 2001 hatte die Besucherzahlen (1999 noch 436 400) dramatisch reduziert. Die Öffnung des Nordens macht attraktive Ziele wie die Traumstrände von Trincomalee wieder zugänglich. Damit könnten Sri-Lanka-Reisen auch vom Monsun unabhängig werden, denn die tamilischen Gebiete sind generell niederschlagsarm. Zuvor ist allerdings gründliche Aufbauarbeit nötig: »Die Hotels dort«, so Tourismusexperte Ajith Fernando, »sind total heruntergekommen.«