James McLeod
James McLeod , 33, britischer Farmer, entdeckte nach dem Kauf von alten Gebäuden für eine neue Hühnerfarm darin allerlei Wandmalereien. Wie sich herausstellte, hatte der Bauer mit der Harperly Farm in der Grafschaft Durham auch ein relativ intaktes ehemaliges britisches Kriegsgefangenenlager aus dem Zweiten Weltkrieg erworben, in dem italienische und deutsche Soldaten seit 1943 untergebracht waren. Ein offensichtlich deutscher Kleinkünstler hatte damals die Wände mit pastoralen Szenen geschmückt. Der Fuchs, der Auerhahn, der röhrende Hirsch sind ebenso zu entdecken wie der Flöte blasende Hütebub mit seinen Zicklein oder Segelboote auf einem bayerischen See. Dieser biedere Kitsch hat die English Heritage, die Denkmalschutzbehörde, alarmiert, die, so der »Sunday Telegraph«, dieses ehemalige Camp in das Verzeichnis der Denkmäler aufnehmen will, in einer Reihe mit Stonehenge und Blenheim Palace. Die Chancen dafür stehen offenbar nicht schlecht. Denn nach Ansicht von Margaret Nieke, einer Sachwalterin von English Heritage, ist das Lager »ein äußerst seltenes und komplettes Überbleibsel. Die Wandmalereien sind entzückend und besonders bemerkenswert«, kurzum, Harperly gewähre Einblick in einen »oft vergessenen Aspekt der Geschichte des Zweiten Weltkriegs«.