Deutschlandtag der Jungen Union Winkel als JU-Chef wiedergewählt
Bundesvorsitzender der Jungen Union Johannes Winkel
Foto: Marc John / IMAGODas Wahlergebnis ist Winkels bisher bestes: 2024 hatte der CDU-Politiker 90,5 Prozent der Delegiertenstimmen erhalten. Bei seiner ersten Wahl im November 2022 waren es 87,0 Prozent. Der 34 Jahre alte Winkel vertritt im Bundestag als direkt gewählter Abgeordneter den Wahlkreis Düsseldorf II.
In seiner Rede beim Deutschlandtag wies Winkel auf den Ernst der Lage in der Union hin, die nach drei desaströsen Landtagswahlen und Umfrageergebnissen unter 20 Prozent am Boden liegt. Gleichzeitig rief der 34-jährige Jurist aber zu Zuversicht und Selbstbewusstsein auf. »Unsere Generation hat mit dieser Union noch einiges vor«, sagte er. »Und wir werden diejenigen sein, die die Geschichte der Volkspartei von CDU und CSU erfolgreich weiterschreiben.«
Winkel grenzte sich klar von der AfD ab. Solange diese »völkische Positionen bezieht und Extremisten in ihre Reihen holt, so lange werden wir nicht mit dieser Partei zusammenarbeiten«, betonte er. »Das ist für mich eine Frage des Charakters und nicht der Umfragewerte.«
Bundeskanzler Friedrich Merz gratulierte Winkel auf der Plattform X zu seiner Wiederwahl. Die Junge Union sei »der zentrale Antreiber, Ideengeber und die starke Stimme der jungen Generation«. Merz wird am Samstag beim Deutschlandtag erwartet.
Die Junge Union ist der zentrale Antreiber, Ideengeber und die starke Stimme der jungen Generation. Das ist auch das Verdienst von @johwinkel.
— Friedrich Merz (@_FriedrichMerz) October 16, 2026
Daher gratuliere ich Dir, lieber Johannes, von Herzen zu Deiner Wiederwahl! Auf weiter gute und enge Zusammenarbeit mit dem… pic.twitter.com/kV1dFDT6rx
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Beim JU-Treffen im vergangenen Jahr war Merz heftig mit den Delegierten aneinandergeraten. Die JU hatte sich damals gegen ein Rentenpaket der schwarz-roten Regierung gestellt. Inzwischen hat der Kanzler in seiner Partei vor allem durch die Niederlagenserie bei den Landtagswahlen der CDU im September und schlechte Umfragewerte deutlich an Autorität verloren.