* 9. Künftige Lebenswelten * 9.1. Wohnen in Megastädten LEBEN IM DRACHENKOPF
Noch zwei Jahre, dann wird es auf der Welt mehr Städter geben als Dorfbewohner; noch zweieinhalb Jahrzehnte, und fünf Milliarden Menschen werden im schnelleren, härteren Rhythmus der Stadt leben, das Land wird sich weiter geleert haben, die Dörfer sind vergreist und die Städte zu Megastädten geworden. Eine Völkerverschiebung ist es, auf Lastwagenpritschen, in überladenen Bussen und in Bahnabteilen der 3. Klasse, eine säkulare, großartige Entwicklung. Und Frau Wang Qiujun wird alles tun, dass diese Zukunft sie in Frieden lässt.
Sie will raus. Raus aus Schanghai. Fort von den warenstrotzenden Einkaufsstraßen, fort von dem größenwahnsinnigen »Drachenkopf« mit seinen 14 Millionen Insassen, raus aus dem großen Plan, den Deng Xiaoping ihr verschrieben hat, und vor allem raus aus den acht Quadratmetern Schlaf-, Kinder-, Wohn-, Koch- und Arbeitszimmer, die ihr, Frau Wang aus dem »Blumiger Mond Gässchen«, in dieser Megalopolis zugestanden sind.
Das Gässchen ist ein ziegelsteinerner Wohnhof aus blechgedeckten Verschlägen und mit Kabeln versponnenen Durchgängen, auf denen Stühle, Pflanzen, Küchengeschirr stehen. Vier Familien hängen an einem Wasserhahn, die ganze Straße teilt sich einen Abtritt. Nicht unbedingt das, was man sich unter dem Innenbezirk der zweitgrößten Stadt Chinas vorstellt.
Deswegen wollen Frau Wangs Nachbarn auch nicht, dass der Schuhmacher auf der Gasse fotografiert wird. Es sei ihnen peinlich, sagt der Dolmetscher: »Sie sagen, im neuen Schanghai würden keine Schuhe mehr geflickt. Sie werfen die alten Schuhe weg und kaufen neue.«
Schon vor Jahren hätten der »Blumige Mond« planiert und die Bewohner auf Lastwagen weggeschafft werden sollen in die Neubauten am Rande der Stadt. So wie es den Nachbargassen, wie es fast allen alten Straßen Schanghais passiert ist. Aber jemand muss das Planquadrat mit seinen paar Dutzend Bewohnern vergessen haben. »Leider«. Frau Wangs Mann Yongwei ist im Blumenmond geboren, aber er sagt: »Ich mache dreimal den Kotau, wenn die Behörden das Haus abreißen und uns woanders unterbringen.«
Er kam 1993 mit seiner Familie nach Schanghai zurück, aus der Anhui-Provinz, wohin die Kulturrevolution ihn verschlagen hatte. Nach den Reformen hatte die Fabrik Frau Wang entlassen und ihr vorgeschlagen, doch selbst Unternehmerin zu werden. Frau Wang sagte sich: »In größeren Städten hat unsere Tochter größere Chancen.« Und Schanghai war die größte Stadt, die sie sich vorstellen konnte.
Von der Abfindung kauften sie einen Motorroller und fingen an, als Stadtboten zu arbeiten. Sie rasten durch die neu gebauten Bürotürme in Pudong, auf der anderen, besseren Seite des Flusses, und ließen sich die englisch geschriebenen Adressen auf den Päckchen vom Pförtner übersetzen.
Jetzt hat Frau Wang zwei Scooter, sitzt den ganzen Tag in dem Acht-Quadratmeter-Zimmer und wartet auf Aufträge. »Es ist so anstrengend. Es gibt immer mehr Wettbewerb. Wir haben Angst, es nicht zu schaffen.« Sie ist jetzt 39 Jahre alt. Ihre Tochter, sagt sie, werde es besser haben, die wird Englisch können und sich zurechtfinden. Aber sie, sie muss sich noch ein Leben lang durch diesen großartigen, unbarmherzigen Ort hindurchkämpfen, 16 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche.
Zukunft ist etwas, durch das man durch muss. Sie sei ständig müde. Kein Wunder. Frau Wang und ihr Mann müssen in kurzer Zeit etwas erledigen, wozu in Europa etliche Generationen nötig waren. Den säkularen Übergang vom Land zur Stadt, von der Zwangswirtschaft zur postindustriellen Selbstentfaltung, von der Großfamilie zum urbanen Individualismus. »Werdet Unternehmer!«, sagte die Partei und entließ das Volk mit einer Notverpflegung in die Zukunft. Jetzt ist es frei. Frei von Arbeit, frei von Lohnzahlungen und frei, sich Auskommen und Obdach selbst zu suchen. Was in Europa hundert Jahre brauchte, müssen Frau Wang und ihre Familie in einer Generation schaffen. Das geht in die Knochen.
»Und gefällt Ihnen denn das neue Schanghai mit diesen tollen Wolkenkratzern und Türmen?« - »Ja, es ist sehr schön«, sagt Frau Wang. »Ich schaue es mir gern im Fernseher an.«
Sie hat keine Zeit zum Bewundern der Skyline. Manchmal geht sie um die Ecke, zur Shanxi-Nan-Road, wo die Shopping-Paläste glitzern. Da hocken bisweilen die menschlichen Überbleibsel der neuen Wirtschaft. Ausgelaugte, buschige Gestalten in staubigen, betonbekleckerten Ausgehschuhen, ihre Habe in Reissäcken neben sich gestellt. Diese Menschen haben das neue Schanghai gebaut. Sie kampieren in den Wohnhöfen, die sie abreißen sollen, oder in den zugigen Rümpfen der entstehenden Wolkenkratzer. Zwei, vielleicht drei Millionen Wanderarbeiter soll es in der Stadt geben. Man spürt ihre Anwesenheit am Wachsen der Hochhäuser.
Für manchen hat der Anblick dieser Allerärmsten etwas Tröstliches. Wangs Mann hat sogar schon ein Handy am Gürtel. Er muss jederzeit einsatzbereit sein, bedient mit seinem Motorroller die Filialen einer Fast-Food-Kette, manchmal bis nach Mitternacht. Seine alte Staatsfirma schuldet ihm eine Rente. Aber die zahlt sie nicht, »vielleicht später. Ich träume von einem Weißen-Kragen-Job. Aber ich kann kein Englisch«. Er hat auch keine Ausbildung. Er war Rotgardist. Seiner Generation ist die Zukunft gestohlen worden.
Jeder Yuan wird in die Erziehung der Tochter Jingyi gesteckt. Mit 14 Jahren ist sie schon größer als die Eltern, trägt Girlie-Zöpfchen und neonbunte Kleider. In der Enge des »Blumiger Mond Gässchens« sieht sie aus wie eine Besucherin, wie hineinkopiert. Sie wird ihre Zeit nicht mit Marx-und-Lenin-Studien verschwenden. Ihr Utopia liegt nur zwei Blocks entfernt: die drei himmelhohen Apartmentblocks »Joffre Gardens«. Nachts sieht man in der erleuchteten Musterwohnung eine Chaiselongue am Fenster.
Die Ein-Kind-Politik hat dazu geführt, dass auf jedem Kind die Hoffnungen doppelt lasten. Anwältin solle ihre Tochter werden, sagt Frau Wang. Oder Ärztin - »ich werde Malerin«, sagt die Tochter. »Ihr denkt immer nur ans Geld.«
In der Mitte Schanghais ist die Zukunft der Stadt zu besichtigen. Wenn auch für ein Eintrittsgeld, dass jedes Zusammentreffen von Familien wie den Wangs und der Zukunft ausschließt. Die zentrale Ausstellungshalle zeigt ein Wandbild, auf dem fröhliche Menschen sich unter der Last von Waschmaschinen und Farbfernsehern krümmen. Die Attraktion aber ist ein 520 Quadratmeter großes von Richard-Clayderman-Musik umgebenes Modell des neuen Schanghai.
Hier ist jedes Gebäude innerhalb des Autobahnringes zu finden. Zigtausende von Quadern, Spitzen, Würfeln, Bauklotzketten. Da ist keine Form, sondern nur noch Masse, unendlich Immergleiches aus rechtem Winkel und Reihungen. Das also ist die Utopie der Planer. Kein Fleckchen Wald oder Ödland. Natur ist etwas für Gemälde, Kalligrafien, Tempelanlagen und kostenpflichtige botanische Gärten. Ein älteres Ehepaar hat ein Opernglas mitgebracht und beugt sich über das Geländer, um seine Straße zu suchen. Ein naives Unterfangen. Etwa 80 Prozent der Gebäude sind neu. »Traditionelle Straßen« gibt es im Untergeschoss zu sehen. Im musealen Teil.
Doch das Schwindelerregende an dem Modell ist nicht seine Größe. Es ist die Tatsache, dass ringsum daran gearbeitet wird, die Welt diesem Modell anzupassen, möglichst lückenlos und mit aller Kraft. Und Chinas Kräfte sind beträchtlich.
Die Vereinten Nationen schätzen, dass es in 15 Jahren 27 Megalopolen auf der Welt geben wird, Städte mit mehr als zehn Millionen Einwohnern. Davon 18 in Asien und keine in Europa. Mit knapp 29 Millionen wird Tokio die größte Megalopolis sein vor Bombay (27 Millionen), Lagos (24 Millionen) und Schanghai (23 Millionen). Aber keine der Mega-Städte hat ihr Schicksal mit so rücksichtsloser, bedingungsloser Begeisterung angenommen wie Schanghai.
Nachdem Deng Xiaoping Schanghai 1990 zur »Vorrangigen Nationalen Aufgabe« erklärt hatte, erhob sich ein Geräusch, das die nächsten Jahre nicht mehr aufhören würde. Touristen fragten sich, woher nur dieses unaufhörliche Brausen, Malmen, Nagen käme. Dann fanden sie es heraus: Es waren Zigtausende von Hämmern und Meißeln und Betonmischern, die daran arbeiteten, das alte Schanghai vom Erdboden zu tilgen.
Überall stehen nun Wohntürme, die, wenn sie nicht mit Wäsche beflaggt wären, aussähen, als kämen sie aus CAD-Plottern. Und so ungefähr ist es auch. Professor Cai Zhenyu, »Master in Chinese Architecture«, sitzt in einem überaus eleganten Büro, dessen Stil er wohl »traditionell-modern« nennen würde. In den Stockwerken unter ihm sitzen die tausend Architekten der »Shanghai Modern Architectural Design Group« und geben die Zukunft der Stadt in ihre Zeichencomputer ein.
Cai hat die erste Metrolinie entworfen, den Neubau des Schanghai-Museums und »50, 60 andere Großprojekte«. Er erzählt von Yijing, dem Buch der Wandlungen, von Feng Shui, der Philosophie des Wohnens, und vom Gleichmaß von Umwelt und Innenwelt. Im Fenster steht ein Wald aus Hochhäusern. »Manche Experten«, sagt Cai, »meinen, wir hätten zu viel abgerissen. Aber in Schanghai war die Wohndichte schon immer sehr hoch. Wir mussten Platz schaffen, Schneisen schlagen.«
Sie haben das getan, was in Paris Baron Haussmann erledigt hat, in Deutschland Hitlers Krieg, was in New York Tag für Tag von Donald Trump und seinen Kollegen betrieben wird. Reinen Tisch machen. Nur radikaler.
Professor Cai sagt, eigentlich träume er vom Le Corbusierschen Stadt-Ideal, von Plazas zwischen Hochhauswäldchen, von überdeckelten Schnellstraßen, Satellitenstädten und Fußgängerzonen, alle Gebäude möglichst im chinesischen Stil, mit Pagodendächlein und Innenhöfen - aber: »Die Verantwortlichen sympathisierten mit alten Konzepten. Sie wollten breite Expressstraßen und möglichst hohe Türme.«
Als die Architekten Richard Rogers und Dominique Perrault 1992 mit ihren Zeichnungen ankamen, wurden sie gleich wieder nach Hause geschickt: Zu klein gedacht. Zu wenig spektakulär. Es mussten schon »Ultra Tall Towers« sein, die der kolonialen Uferstraße, dem »Bund«, entgegengesetzt wurden. 400 Meter hoch. Mindestens. Und damit die Skyline stimmt, ringsum noch ein paar Dutzend Hochhäuser mit 150 bis 200 Metern.
Die ganze Stadt sollte eine Landmarke sein. Erkennbar modern und gigantisch groß. Als Stolz des Ostens, als »Drachenkopf« sollte Schanghai die Idealstadt des 21. Jahrhunderts werden. Ohne Slums wie in São Paulo, ohne Smog wie in Mexiko-Stadt, ohne Überbevölkerung wie in Kalkutta.
Die Parteibeamten taten das, was sie am besten konnten: große Dinge planen. In
drei Jahren wurden 48 Kilometer Stadtautobahn und zwei Hochbrücken gebaut. 21 000 Baustellen: U-Bahnen, Türme, sich mehrfach kreuzende Viadukte - Peking bezahlte alles. Hauptsache, die U-Bahnen waren moderner als die von Tokio, die Türme höher als die von Hongkong und die Stadtautobahnen breiter als die in Singapur.
Auf der Ostseite des Flusses wurde eine gespiegelte, rücksichtslos moderne Version von Schanghai errichtet: Pudong. Anderthalb mal so groß wie das alte Schanghai, mit einer Bebauungsdichte wie Manhattan. Der Ort wird heute von der Lufthansa angeflogen, direkt aus Frankfurt.
Hektarweise wurden die ummauerten Wohnhöfe abgerissen. Teils weil die Fachwerke morsch waren, teils weil der Baugrund zu wertvoll war, um Majongg spielende Rentner dort unterzubringen. Fast jeder zweite Bewohner musste seine Wohnung verlassen.
Die Frage, weshalb die armen Bewohner der Innenstadt an den Stadtrand ausgesiedelt werden müssen, zwei Bus-Stunden entfernt, scheint Professor Cai zu erstaunen. Als habe er noch nie darüber nachgedacht. »Arme und Reiche werden gleich behandelt. Sie bekamen eine Abfindung, wenn ihr Haus abgerissen wurde.«
Und er verweist auf den Plan, wonach die Wohnfläche sich seit den Fünfzigern verdreifacht habe. Sein Lieblingsplatz in der Megalopolis sei übrigens das Jinmao-Gebäude. »Es ist 421 Meter hoch, gebaut im modern-traditionellen Stil.«
In der Tat, vom Club »Wolke Neun« aus betrachtet, ist das Projekt Neues Schanghai gelungen. Hier oben, im 88. Stock des Jinmao, sitzt die neue Oberschicht bei Cocktails und Cooljazz und schaut auf die Megastadt zu ihren Füßen. Ein großer Teil der Horizontlinie wird von Wolkenkratzern gebildet. Es hört gar nicht mehr auf. Eine kristalline Welt aus Spitzen, Nadeln, Zylindern, Minaretten, mehrtürmigen Bastillen, Pfeilern, Türmen, die in 80 Meter Höhe zusammenwachsen. Säulen mit Antennenfühlern, Gebäude, die aussehen wie gefiederte Pfeile, schwarzgoldene Marmor-Mausoleen. Und mitten drin ein Purpurperlen-Fernsehturm, die »Leuchtende Perle des Ostens«.
Die Kulisse stimmt. Aber die Show hat noch nicht begonnen. Schanghai ist keine »Global City« geworden, kein Knotenpunkt in einer vernetzten Welt, wie São Paulo oder Bombay. Kein internationaler Konzern hat hier seine Zentrale, und es ist auch kein internationales Finanz- und Handelszentrum wie Hongkong oder Singapur. Das neue Schanghai ist bisher vor allem eine Potemkinsche Megastadt: 1999 standen 10 Millionen Quadratmeter Wohn- und Büroraum leer, eine Fläche so groß wie das Stadtgebiet von Hongkong.
»Es ist gewiss eines der größten Beispiele von Infrastruktur-Entwicklung«, meint Pamela Yatsko, langjährige Beobachterin der Stadt. »Doch beim genauen Hinsehen zeigt sich, dass Schanghai sich auf die Hardware fixiert hatte und die nötige Software unterschätzt hat.« Es fehle an Rechtssicherheit, freien Informationen, an der nötigen Unabhängigkeit von der Zentralmacht in Peking. Die Firmen gehen immer noch lieber nach Hongkong, wo sie sich auf die Gesetze verlassen können. Und die Kulturpolitik beschränkt sich im wesentlichen darauf, alle paar Jahre José Carreras einzufliegen. Viele Türme machen noch kein Babel.
Na und? Würde Professor Cai jetzt sagen. Anders als Megastädte in Lateinamerika zeigt Schanghai keine Wellblech-Geschwüre, keine Heere von bedröhnten Straßenkindern, keinen Bürgerkrieg auf Bürgersteigen. Die U-Bahnen sind sauber, es gibt eine Art Times Square mit Großbildschirm, es gibt Marmorkaufhäuser, gelbe Bordsteine und gelbe Taxis wie in Manhattan. Und eine suburbane Mittelschicht.
Nachdem der Büroboom vorüber ist, werden »Modellsiedlungen« gebaut, oft inmitten der aufgegebenen Schwerindustrie-Areale. »Kaufen Sie schnell!«, brüllen die Werbetafeln gegenüber von Ikea, tausend Blumen blühen auf den Schildern der Grundstücksspekulanten. Vor der U-Bahnstation »Platz des Volkes« sitzen Wohnungsausstatter in langen Reihen, zeigen Prospekte für Kamine im Texas-Stil, ausladende Polstersofas und Marmorwaschbecken. Es ist die Ästhetik amerikanischer Vorabendserien. Neoklassizismus und Disney-Figuren aus Granit.
Mao wollte die Städte auflösen. Seine Nachfolger haben die Vorstädte zur konkreten Utopie erklärt.
Es ist vielleicht das letzte Mal gewesen, dass Bürokraten utopisch denken und handeln durften. Sie ruhten nicht eher, bis eine Stadt entstand, in der die Worte »Bruder« und »Schwester« durch die Ein-Kind-Politik überflüssig gemacht worden sind, in der eine Generation von als Einzelkinder Geborenen sich in Stadtteilen zurechtfinden muss, die es in ihrer Kindheit noch nicht gegeben hat.
Beim genauen Hinschauen erahnt man von der Höhe des Jinmao-Turms sogar die Zukunft der Familie Wang aus der »Blumiger Mond«-Siedlung. Ihre Nachbarn wohnen bereits dort am Stadtrand, zwei Bus-Stunden entfernt in Changqiao. Es sind lange Reihen sechsstöckiger Plattenbauten, mit Büschen verziert, nicht ungepflegt, nicht öde. In der Mitte jeder Siedlung steht ein »Kulturhaus«. Aus dem dringt Kreischen, Brüllen, der Lärm von Explosionen und Schlägen: 60 Spielautomaten, Jugendliche, die Flächenbombardement spielen und wie besessen auf Knöpfe drücken. Im Nebenzimmer sitzen die Alten und klicken ruhig mit ihren Majongg-Steinen.
* Auf dem Bett liegend: Tochter Jingyi.