Mehr Kokain aus Kolumbien - DER SPIEGEL
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DROGEN Mehr Kokain aus Kolumbien

• aus DER SPIEGEL 37/2000
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Auch in den kommenden Jahren wird der Drogenstrom aus Kolumbien in die USA weiter anschwellen. Zwar hat Präsident Bill Clinton der Regierung in Bogotá soeben 1,3 Milliarden Dollar Hilfe im Krieg gegen die Kokain-Mafias zugesagt. Doch die Bereitstellung der Ausrüstung für Militär und Polizei kann erst in zwei Jahren abgeschlossen sein. Deshalb warnte Drogenbekämpfer Barry McCaffrey vor allzu großen Hoffnungen auf einen raschen Erfolg dieses in beiden Ländern umstrittenen Programms. Der Anbau von Koka-Pflanzen werde auch künftig »raketenartig in die Höhe schießen«, glaubt der General a. D. Er hofft allerdings, dass »wir in zwei bis fünf Jahren einen dramatischen Rückgang erleben werden«. Dann erst kann die neue, durch die USA ausgebildete Truppe von einheimischen Drogenbekämpfern voll eingesetzt werden. 75 bewaffnete Transporthubschrauber, neue Sprüh-Flugzeuge für die Vernichtung von Koka-Pflanzungen und Unterstützung bei der Antiterrorausbildung sollen dazu führen, dass über 80 Tonnen Rauschgift weniger auf den Markt drängen - laut ursprünglichen amerikanischen Schätzungen die Hälfte der Jahresproduktion. Doch nach neusten Erhebungen wird schon heute mit 500 Tonnen dreimal so viel Kokain in Kolumbien hergestellt wie die amerikanischen Drogenfahnder ihren Berechnungen zu Grunde gelegt hatten. Rund 90 Prozent der Produktion landen in Reinform oder zu Crack verarbeitet auf dem US-Markt.

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