CDU Millionen für die Sünder
Die Solidaritätsaufrufe für die durch die Spendenaffäre gebeutelte CDU haben der Partei fast 15 Millionen Mark an Hilfsgeldern eingebracht. Rund 2 Millionen Mark gingen auf einem Solidaritätskonto ein, mit dessen Hilfe die Union fällige Strafgelder bezahlen will. Das Geld wird, ebenso wie die zusätzlich von Altkanzler Helmut Kohl gesammelten 8 Millionen Mark, auf Festgeldkonten mit begrenzter Laufzeit angelegt. Weitere rund 5 Millionen erhielt die Partei von CDU-Mitgliedern, die Parteichefin Angela Merkel in einem Rundschreiben um Spenden gebeten hatte. Die Hälfte dieses Geldes soll zur »allgemeinen Sanierung« verwendet werden. Die CDU muss mit Strafzahlungen von über 6 Millionen Mark rechnen, da die Herkunft von 2,1 Millionen Mark zwischen 1993 und 1998 ungeklärt ist. Gegen die Zahlung von 41 Millionen Mark, die die Bundespartei wegen der verheimlichten Auslandskonten ihres hessischen Landesverbandes an die Bundestagsverwaltung zahlen soll, hat die CDU Klage eingereicht.