»Mit einer Krise im Iran hat keiner gerechnet« - DER SPIEGEL
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»Mit einer Krise im Iran hat keiner gerechnet«

Amerika war auf den Schah-Sturz und die Folgen nicht vorbereitet/Von Michael Ledeen und William Lewis Als der Thron des Schahs bereits wankte, hatten die USA keine klar formulierte Iran-Politik. Mangelnde Informationen der Geheimdienste und Ablenkung durch andere außenpolitische Themen führten zu einem völlig verzerrten Bild der Lage. In einer sorgfältigen Analyse beleuchtet der Politologe und ehemalige US-Diplomat William Lewis gemeinsam mit dem amerikanischen Publizisten Michael Ledeen »Amerikas Rolle beim Sturz des Schahs«. 1980: »The Washington Quarterly«.
• aus DER SPIEGEL 20/1980
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Besucher des Iran trafen in der zweiten Hälfte des Jahres 1978 auf einen unerwartet passiven, nachdenklichen, in sich gekehrten Schah und berichteten darüber auch nach Washington.

Einer dieser Berichte -- vom damaligen Finanzminister Michael Blumenthal -- alarmierte im November 1978 die Carter-Regierung. Der Schah, soviel war klar, würde während einer Krise kaum von sich aus irgendwelche drastischen Maßnahmen ergreifen.

Schon die Tatsache, daß das Verhalten des Schahs Blumenthal derart überraschte, ist bezeichnend für die falschen Vorstellungen der Amerikaner über den Monarchen.

Gewiß war der Schah in der zweiten Hälfte des Jahres 1978, nicht zuletzt wegen der Verschlechterung seines Gesundheitszustandes, erheblich unentschlossener als früher. Aber auch im Verlauf der vorangegangenen 30 Jahre hatte es genügend Beweise dafür gegeben, daß der Schah erhebliche Zuwendung S.165 und Orientierungshilfe von seinen Freunden und Verbündeten im Inland wie im Ausland brauchte.

Der Schah hatte schon seit langem das Bedürfnis nach Bestätigung durch die amerikanische Regierung verspürt, vor allem, weil die Verunglimpfungen seiner Person in der amerikanischen Presse und anderswo immer freimütiger wurden.

Zuweilen bewertete die US-Botschaft in Teheran die Ängste des Schahs als »neurotisch, sogar pathologisch«. Und Washingtons Antwort bestand oft darin, einen hochgestellten Sonderbeauftragten zum »Händchenhalten« nach Teheran zu schicken.

Darüber hinaus war der Schah einigermaßen verwirrt über die Haltung der amerikanischen Regierung gegenüber seinen Feinden in den USA. Die Tatsache, daß Amerika die iranischen Oppositionellen ganz offiziell tolerierte, war für ihn in vielen Fällen gleichbedeutend mit einer offiziellen Billigung ihrer Ansichten.

Auch daß iranische Dissidenten während des Schah-Besuchs in Washington im Herbst 1977 gegen ihn demonstrieren durften, wurde als Indiz gewertet, daß Washington die Schah-Gegner wenigstens zum Teil unterstütze.

Für einige Mitglieder der iranischen Botschaft in Washington war es zum Beispiel sehr aufschlußreich, daß der Name des Ajatollah Chomeini in der amerikanischen Presse offenbar zum erstenmal während jener Demonstrationen erschien, als die »Washington Post« auf der Titelseite ein Bild von einer Handvoll Demonstranten zeigte, die auf dem Capitol Hill ein großes Photo Chomeinis schwenkten.

Die »alten Iran-Hasen« in der amerikanischen Regierung standen jedoch den erklärten Sorgen des Schahs skeptisch gegenüber. Sie hielten ihn für einen notorisch Verzagten und argwöhnten, er bringe die Frage politischer Reformen nur deswegen immer wieder ins Spiel, um die Reaktionen der Amerikaner zu testen.

Außerdem hatten sie sich längst daran gewöhnt, daß der Schah stets um neue Beteuerungen amerikanischer Unterstützung für sich und seine Methoden »buhlte«.

Ein ähnlicher Mangel an Aufmerksamkeit herrschte -- buchstäblich bis kurz vor zwölf -- bei den Geheimdiensten. Eine Stabs-Studie des Ständigen Geheimdienstausschusses im Repräsentantenhaus kam später zu dem Schluß, führende amerikanische Politiker hätten den Ernst der »age im Iran nicht vor Oktober 1978 erkannt: In den zwei Jahren b"s » zum November 1977 stützte sich kein einziger CIA-Bericht auf » » Quellen innerhalb der religiösen Opposition. Und politische » » Lageberichte der Botschaft, die sich auf Kontakte mit der » » Opposition stützten, waren selten und oftmals abfällig. »

Eine CIA-Analyse vom August behauptete, der »Iran befindet sich nicht S.166 in einer revolutionären, ja nicht einmal ''vorrevolutionären'' Situation«, und der militärische Geheimdienst DIA erkannte am 28. September 1978: »Der Schah wird voraussichtlich für die nächsten zehn Jahre an der Macht bleiben.«

Sicher, es war für alle Beteiligten schwierig, die wahre Bedeutung der Vorgänge im Iran abzuschätzen. Den größten Fehler machte der Schah selbst, als er der französischen Regierung mitteilte, er habe nichts dagegen, wenn sie dem Ajatollah Chomeini gestatte, sich in einem Pariser Vorort niederzulassen.

Chomeini hatte nun eine Bühne, die international Beachtung fand und zum Aktionszentrum der versprengten Schah-Opposition wurde. Überdies wurden dadurch die Schah-Feinde innerhalb des Iran in ihrem Glauben bestätigt, sie könnten die Monarchie wirklich stürzen.

Ebenso wie der Schah hatten auch die amerikanischen Beamten Schwierigkeiten, das wirkliche Ausmaß der Opposition gegen die Monarchie abzuschätzen.

Sie hatten das organisatorische Geschick sowie die Fähigkeiten der schiitischen Religionsgemeinde zum Krisenmanagement unterschätzt und nicht erkannt, daß die Mullahs sehr wohl in der Lage waren, politische Traktate zu verteilen und Straßenaktionen zu organisieren.

Die Amerikaner überschätzten außerdem die Fähigkeiten der Savak, der Lage Herr zu werden. Als die Krise in vollem Gang war, im November 1978, wurde die Savak gerade von einer ihrer periodischen Liberalisierungskampagnen in Anspruch genommen. Der Schah ließ sogar zu, daß ein früherer Savak-Direktor im Rahmen einer großen Korruptions-Untersuchung verhaftet wurde.

Es dauerte ziemlich lange, bis amerikanische Politiker, und vor allem die CIA, erkannten, daß die Savak keineswegs ihrem weitverbreiteten Image entsprach, ein rücksichtsloser und schlagkräftiger Unterdrückungsapparat zu sein, allgegenwärtig im Iran wie in iranischen Emigrantengruppen in aller Welt.

Außer dem Mangel an genauen Informationen und Analysen der Geheimdienste gab es noch andere Gründe für die langsame Reaktion Washingtons auf das iranische Drama. Der Herbst und Winter 1978 waren beherrscht von den Camp-David-Verhandlungen zwischen Carter, Begin und Sadat. Zwischen Mitte August und Mitte Oktober waren die außenpolitischen Spitzenbeamten vollauf beschäftigt mit Vorbereitungen, Verhandlungen und Nachfolgegesprächen. Für jede Regierung ist es schwierig, ihre ganze Aufmerksamkeit gleichzeitig mehreren Krisen zu widmen. Und mit einer Krise im Iran rechnete man nicht.

Dies soll nicht heißen, daß die amerikanische Regierung nicht -- und zwar auf allerhöchster Ebene -- über eine Vielzahl von Warnungen oder zutreffenden Informationen von erfahrenen Beobachtern und aus glaubwürdigen Quellen verfügte.

Tatsächlich wurde der Präsident selbst in Camp David von seinem ägyptischen Amtskollegen Anwar el-Sadat auf die ernste Lage des Schahs aufmerksam gemacht.

Sadat rief den Schah am Abend des 9. September von Camp David aus an. In dem etwa vier Minuten langen Gespräch versicherte Sadat den Schah seiner vollen Unterstützung und seiner S.167 Bereitschaft, ihm, wenn nötig, zu Hilfe zu kommen. Sadat war es so ernst, daß er den Präsidenten bedrängte, den Schah ebenfalls anzurufen. Carter tat das auch später am Abend und brachte dem Schah gegenüber dieselben Gefühle zum Ausdruck wie Sadat.

Obgleich Israels Premier Menachem Begin den Schah nicht anrief, so gab es doch keinen Zweifel darüber, wie besorgt die israelische Regierung war und wo sie stand. Zur Zeit der Camp-David-Verhandlungen hatte Außenminister Mosche Dajan auf einer Cocktailparty in New York gegenüber der Journalistin Barbara Walters geäußert, er schätze die Krise des Schahs weitaus schwerwiegender ein als jene, über die in Camp David verhandelt werde. Dajan wußte sehr wohl, daß die Lage des Schahs bedrohlich war, denn Israels Geheimdienst war nicht mit der Kurzsichtigkeit der Amerikaner geschlagen: Israelische Vertreter hatten den Juden im Iran bereits im Juni geraten, sich auf das Verlassen des Landes vorzubereiten.

Und schließlich gab es Anfang September die hervorragenden Berichte des amerikanischen Botschafters William Sullivan aus Teheran. Er war entsetzt über das, was er in Teheran nach der Rückkehr aus seinem Sommerurlaub vorfand, und beschrieb in seinen Kabeln genau den Ernst der Lage. Aber Washington unternahm nichts.

Anfang September, als der Präsident und seine wichtigsten Berater ihr Hauptaugenmerk den Gesprächen in Camp David widmeten (und sich daneben auch noch mit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zur Volksrepublik China und dem Salt-II-Vertrag beschäftigten), war der Iran bereits geplagt von schweren inneren Unruhen und verworrenen Bemühungen des Schahs, die steigende Flut der Schah-Gegnerschaft einzudämmen.

Am 4. September, zum Ende des Ramadan, kam es in Teheran zu großen Demonstrationen. Tausende gingen auf die Straße, was die Militärs alarmierte, die sich bereits Sorgen machten über ein neues Liberalisierungsprogramm der Regierung Scharif-Emami.

Zwei Tage später wurden »ungenehmigte Zusammenkünfte« verboten, dennoch gab es am nächsten Tag in Teheran eine neue Demonstration gegen den Schah. Unter dem Druck der Militärführung stimmte der Schah spät in der Nacht vom 7. zum 8. September der Verhängung des Kriegsrechts zu.

Aber viele Menschen in Teheran erfuhren nichts von dieser Entwicklung, und so kam es am nächsten Tag zu einer weiteren Demonstration im Stadtzentrum. Die Berichte über die Tragödie sind -- wie immer in solchen Fällen -- widersprüchlich; sicher aber ist, daß es zu Handgreiflichkeiten zwischen den Demonstranten und den Sicherheitskräften des Schahs kam, daß die Demonstranten sich weigerten, nach Hause S.168 zu gehen, und dann das Militär Befehl erhielt zu feuern.

Über hundert Personen wurden getötet, mehrere hundert verletzt, der Tag ging als »Schwarzer Freitag« in die Geschichte ein.

Der Schah war an einem wichtigen Wendepunkt angelangt. Zwei Jahre zuvor hatte er -- zum Teil auf Vorschläge seiner Berater, zum Teil unter dem Druck der amerikanischen Menschenrechtskampagne, aber auch wegen internationaler Proteste gegen die Repression im Iran -- einige Reformen eingeführt.

Opponierende Studenten und Intellektuelle durften in den Iran zurückkehren. Widersacher des Regimes, von religiösen Führern bis zu Kommunisten, begannen sich zu organisieren.

Waren die Ereignisse vom September ein Zeichen dafür, daß der Schah zuviel Freiheit gewährt hatte? Oder ließ sich, im Gegenteil, daraus schließen, daß die Reformen zu halbherzig, daß viel weiter reichende Konzessionen nötig waren?

Hinzu kam die Frage, welche Optionen der Schah in den Augen der amerikanischen Regierung wirklich hatte. Würde Jimmy Carter eine neue Repressionswelle unterstützen? Beschwor der Schah aber nicht andererseits ein ganz anderes Desaster herauf, wenn er die Forderung seiner militärischen Führer ingnorierte, hart und unerbittlich zuzuschlagen?

Premierminister Scharif-Emami in einem Interview: »Es gab Kriegsrecht, und es gab doch kein richtiges Kriegsrecht.«

Der Schah war in eine Zwickmühle geraten. Die Repression war immerhin so ausgeprägt, daß sie ihm den Widerstand nicht nur seiner Feinde und deren Anhänger eintrug, sondern auch derer, die -- etwa in den Medien und sogar in der amerikanischen Regierung -- ehrlich um die Wahrung der Menschenrechte besorgt waren.

Die Verhängung des Kriegsrechts reichte andererseits nicht aus, den Demonstrationen oder, was noch verhängnisvoller war, der wachsenden Streikflut, besonders auf den Ölfeldern, Einhalt zu gebieten. Der König der Könige erschien als Ekel, aber als zunehmend machtloses Ekel.

Diese explosive Mischung heizte das revolutionäre Feuer an, unaufhaltsam ging die Initiative auf die Mullahs und ihren in der Ferne lebenden Ajatollah über.

Die Handlungen des Schahs verstärkten in Teheran wie in Washington den Eindruck, daß er merkwürdig unentschlossen war. Einige Beobachter schoben die Launenhaftigkeit des Schahs auf die extreme Überbelastung durch die Krise. Es wurde zwar auch schon von Krebs gemunkelt, aber niemand wußte, wieweit die Krankheit ihn beeinträchtigte und welcher Behandlung er sich unterzog. Offenbar hatte niemand bemerkt, daß er im Herbst und Winter abwechselnd von Phasen der Depression und des Überschwangs heimgesucht wurde.

Hinzu kam eine systematische Fehleinschätzung der Feinde des Schahs. Sie verhinderte, daß sowohl Amerikaner wie Iraner das wahre Ausmaß der Gefahr für den Schah und auch für die Vereinigten Staaten richtig erkannten.

Im allgemeinen ging man davon aus, daß die Opposition gegen den Schah von Studenten und Intellektuellen angeführt und durch Technokraten sowie religiöse Kräfte, die Basaris und die üblichen Randgruppen unterstützt wurde.

Die meisten amerikanischen Beobachter und auch viele enge Mitarbeiter S.170 des Schahs glaubten, es handele sich um eine Opposition traditioneller Art, deren Ziele identisch seien mit denen einer demokratischen (oder sogar sozialdemokratischen), auf Verwestlichung orientierten Mittelklasse.

Kaum jemand erkannte den religiösen Faschismus, den der Ajatollah Chomeini verkörperte -- und das war schließlich entscheidend für die amerikanischen Reaktionen wie auch für den Mißerfolg der iranischen »Volksfront«-Reformer.

Niemandem in der Carter-Regierung oder in der Außenamts-Bürokratie schienen die gewalttätigen Ideen und der ungehemmte Zorn des Ajatollah aufgefallen zu sein. Man gab sich im Gegenteil Mühe, Chomeini als einen etwas exzentrischen, im Grunde aber bewundernswerten Dissidenten oder, wie Uno-Botschafter Andrew Young es formulierte, als einen »Heiligen« zu porträtieren.

Das Bestreben, Chomeini als annehmbaren, sogar demokratischen Führer darzustellen, war so stark, daß die Veröffentlichung ausführlicher Artikel über Chomeinis Schriften in drei amerikanischen Zeitungen beträchtlichen Unmut im State Department auslöste.

Denn diese Artikel mit Auszügen aus zwei Büchern des Ajatollah entlarvten ihn als fanatisch antiwestliche, antiamerikanische, antizionistische und antisemitische Person, die für die Vereinigten Staaten kaum eine attraktive Alternative zum Schah darstellte.

Dennoch erklärte der Leiter der Iran-Abteilung im State Department, Henry Precht, noch in der ersten Februar-Woche 1979, als Chomeini sich anschickte, nach Teheran zurückzukehren, vor rund 200 Zuhörern im Außenministerium, daß die Zeitungsberichte äußerst irreführend seien; und er beschuldigte sogar den Kommentator und Kolumnisten Stephen Rosenfeld von der »Washington Post«, wissentlich Auszüge aus Chomeinis Buch »Islamic Government« (1973) zu verbreiten, das er, Precht, bestenfalls für eine Sammlung von Studenten-Notizen, wenn nicht für eine Fälschung hielte.

Precht liest zwar kein Farsi, aber er hatte mit Anhängern des Ajatollah gesprochen, und die hatten ihm versichert, die Berichte in der »New York Times«, im »Wall Street Journal« wie auch Rosenfelds Stück in der »Washington Post« seien falsch und gäben nicht Chomeinis Ansichten wieder.

Das State Department war nicht die einzige Regierungsstelle, der unbekannt war, daß Chomeini seine Ansichten über den »Islamischen Staat« veröffentlicht hatte. Rosenfeld erhielt einen Anruf von einem CIA-Auswerter, der fragte, ob die CIA sich Chomeinis Buch einmal ausleihen könne. Im CIA-Hauptquartier in Langley, Virginia, gab es das Chomeini-Buch nicht.

Noch überraschender war rückblickend die Unfähigkeit der übrigen Schah-Gegner, Chomeini zu verstehen.

Im Herbst und frühen Winter hatten sich die Überreste der alten Nationalen Front, der Organisation Mossadeghs, zur wichtigsten Oppositionsgruppe entwickelt.

Führer der Front war Karim Sandschabi, der viele Jahre in den Gefängnissen des Schahs verbracht hatte, dann aber in seiner Teheraner Villa mit Swimming-pool ein komfortables Leben führte.

Sandschabi war überzeugt, daß man mit Chomeini und den Mullahs zusammenarbeiten könne, daß die religiösen Führer trotz ihrer archaischen Sprache durchaus moderne Vorstellungen hätten S.173 und der »Ajatollah Chomeini kein Chaos will«.

Sandschabis Haltung war typisch für die Einstellung vieler Führer der Nationalen Front. In der allgemeinen Verwirrung redeten sich die reformbewußten Mitglieder, aus denen sich die Führung der Gruppe vorwiegend zusammensetzte, ein, Chomeini sei wie sie, oder aber sie könnten ihn in Schach halten, sobald der Schah erst einmal unter Kontrolle oder gar vertrieben sei. Und wo immer die Führer der Nationalen Front Kontakt zu amerikanischen Vertretern in Washington, Iran oder Paris hatten, färbte diese Meinung auch auf die Amerikaner ab.

So setzten sich bei den wichtigsten Diplomaten an der Teheraner Botschaft sowie bei den Bürokraten in Washington vor allem zwei Überzeugungen durch: daß Chomeini eine maßvolle Haltung einnehme und daß innerhalb der Oppositionsbewegung die gemäßigten Vertreter der Nationalen Front die Vorherrschaft hätten.

Möglicherweise gab es tatsächlich keine überzeugenden Beweise dafür, daß in Wahrheit Chomeini das Zentrum der Opposition war; es ist durchaus möglich, daß er das erst wurde, nachdem der Schah den Iran verlassen hatte und es der Nationalen Front nicht gelungen war, die Macht zu übernehmen. Aber es gab auf jeden Fall allerhand Material über das Wesen des Ajatollah und seine tatsächlichen Absichten.

Seine Bücher waren in den amerikanischen Universitätsbibliotheken ohne weiteres zugänglich, und viele angesehene Gelehrte in den Vereinigten Staaten waren mit seinen Lehren vertraut.

Den Politikern in Washington waren aber auch unmittelbare Informationen über Chomeini ohne weiteres zugänglich. Nachdem er sich erst einmal in seiner kleinen Villa in Neauphle-le-Chateau niedergelassen hatte, suchte Chomeini den Zugang zu den Massenmedien. Zugleich setzte er sich damit aber auch direkteren Kontakten und einer systematischen Beobachtung aus.

Die CIA mietete in der Nähe ein Haus, und Angehörige der US-Botschaft unterhielten ziemlich regelmäßige Kontakte zu den engsten Chomeini-Beratern wie Banisadr, Ghotbsadeh und Jasdi. Mochte deren Antiamerikanismus auch unterschiedlich stark ausgeprägt sein, über die grundlegende Stoßrichtung der Chomeini-Gruppe machten sich die Amerikaner keine Illusionen.

Dennoch gab es widersprüchliche »Informationen« aus anderen Quellen, wonach Chomeini entweder ein Gemäßigter sei oder aber so kontrolliert werden könne, daß die Politiker in Washington auch eine mögliche triumphale Rückkehr des Ajatollah in den Iran relativ optimistisch betrachten durften.

In der ersten Novemberwoche kam es schließlich zu Studentenunruhen an der Universität von Teheran, die rasch auf die Stadt übergriffen. Banken, Theater und die britische Botschaft wurden in Brand gesteckt, Soldaten eröffneten das Feuer und erschossen mehrere demonstrierende Studenten.

Offenkundig unfähig, ein Minimum an Ordnung zu garantieren, und längst nicht mehr glaubwürdig, trat Scharif-Emami unter dem Druck des Militärs zurück. Der Schah folgte den Forderungen der Generäle und stimmte der Bildung eines Militärregimes zu.

Die Entscheidung freilich traf er erst nach sorgfältigen Sondierungen in Washington. Nachdem es ihm nicht gelungen war, mit Carter selbst ins Gespräch S.174 zu kommen, vereinbarte der Schah ein Gespräch mit Brzezinski, der ihn am 3. November über die Washingtoner Iran-Botschaft in Teheran anrief.

Brzezinskis Botschaft war klar: Der Schah solle die Maßnahmen ergreifen, die er für nötig halte; er könne absolut versichert sein, daß die amerikanische Regierung ihn »bis zum letzten unterstützen« werde. Freunden gegenüber erklärte Brzezinski später, der Schah hätte niemals an der amerikanischen Unterstützung zu zweifeln brauchen; die Amerikaner hätten der Militärregierung mit allen ihren Folgen uneingeschränkt zugestimmt.

Doch Brzezinski wußte sehr wohl, das es eine solche Unterstützung für den Schah in Washington gar nicht gab. In Wahrheit entwarf das State Department gerade in jenen Tagen ein Kabel an Botschafter Sullivan: Der Schah solle erwägen, einer zivilen Koalition mit breiter Basis einen Großteil der Macht zu übertragen.

Nach Ansicht der Iran-Experten im State Department war der Schah nicht mehr von Nutzen; seine weitere Anwesenheit schuf nur zusätzlichen Zündstoff. Die einzig annehmbare Lösung des Konfliktes im Iran war die Bildung einer mehr »progressiven« Regierung.

Außenminister Cyrus Vance und seine Beamten waren sich einig, daß der Schah das größte Problem im Iran sei und daß die Krise durch eine Beschränkung seiner Rolle oder durch seine Absetzung gelöst werden müsse.

In einem der für jene Tage typischen Konflikte innerhalb der Regierung gelang es Brzezinski, das Kabel des State Department zu stoppen und statt dessen seine persönliche Mitteilung an den Schah zu senden.

Brzezinski glaubte, der Sturz des Schahs werde, weit über die konkreten Ergebnisse im Iran hinaus, katastrophale internationale Folgen haben. Derselben Meinung war auch der damalige Energieminister James Schlesinger, der Ende Oktober/Anfang November bei einem Besuch in China auf die Schah-Frage angesprochen worden war und darüber in Washington berichtet hatte.

Lediglich in bezug auf die richtige amerikanische Antwort auf die Krise wichen Brzezinskis und Schlesingers Ansichten geringfügig voneinander ab.

Schlesinger hielt eine amerikanische Demonstration der Stärke für erforderlich, um nachdrücklich die Unterstützung für den Schah unter Beweis zu stellen und andere Länder, vor allem die UdSSR und Libyen, von einer Einmischung in die Iran-Krise abzuhalten.

Zudem glaubte er, eine Demonstration der Stärke werde dazu beitragen, die Ordnung im Iran wiederherzustellen; denn sie werde der Opposition die Grenzen ihrer Möglichkeiten aufzeigen und außerdem klarstellen, daß Forderungen nach dem Sturz des Schahs in Washington nicht unterstützt würden. Schon im November schlug Schlesinger deshalb vor, amerikanische Kriegsschiffe mit Marineinfanteristen in den Indischen Ozean zu entsenden, die bei unvorhergesehenen Vorfällen eingesetzt werden könnten.

Brzezinski war ebenfalls der Meinung, daß irgendeine Demonstration der Stärke vonnöten sei, und die Empfehlung wurde an den Präsidenten weitergeleitet. Doch bis zum Ende des Jahres wurde nichts unternommen, und sogar dann noch erlebte man das Schauspiel einer in sich gespaltenen Regierung.

Der Präsident stimmte mit Brzezinski überein, daß zumindest der Flugzeugträger »Constellation« vom Stützpunkt Subic Bay auf den Philippinen in Richtung Indischer Ozean in Marsch gesetzt werden sollte.

Der Befehl wurde auch gegeben, doch dann änderte der Präsident unbegreiflicherweise seine Meinung und befahl die Rückkehr des Schiffes in seinen Hafen. Es ist nicht bekannt, ob das allein Carters Entscheidung war oder ob er andere, wie etwa Außenminister Vance, zu Rate zog, der ihm vermutlich zugestimmt hätte.

Doch weder Brzezinski noch Verteidigungsminister Brown protestierten gegen den Sinneswandel des Präsidenten; sie zeigten damit, daß sie nicht bereit S.175 waren, es wegen dieser Frage zum Krach kommen zu lassen. Auf jeden Fall unterstrich die kurze Reise der U.S.S. »Constellation« nur noch die fehlende Entschlußkraft in Washington.

Die Rolle des Präsidenten in diesem Drama wurde so recht deutlich, als er am 7. Dezember während eines Frühstücks mit Journalisten gefragt wurde, ob sich der Schah wohl auf dem Thron halten könne. »Ich weiß es nicht, ich hoffe es«, antwortete Carter. »Dies liegt in den Händen des iranischen Volkes.«

Die vom Schah am 5. November eingesetzte Militärregierung unter dem bisherigen Stabschef General Resa Azhari ging sofort daran, die Forderungen der Opposition zu erfüllen, und ergriff auch einige Maßnahmen, um die Ordnung im wachsenden Chaos wiederherzustellen.

Und der Schah selbst sprach, als er die neue Regierung im Fernsehen vorstellte, nur noch in leisen Tönen von seiner eigenen Rolle. Er bezeichnete sich nicht mehr als Schah-in-Schah (König der Könige), sondern nur noch als Padischah, König. Er sprach von der Notwendigkeit, die Regierung von Korruption zu säubern und den Bürgern mehr Freiheiten einzuräumen. Den Worten folgten bald auch Taten.

Man begann mit der Untersuchung angeblicher offizieller Verfehlungen, und diesmal machten die Nachforschungen nicht einmal vor der königlichen Familie halt. Der Rahmen der Untersuchung war so weit gezogen, daß möglicherweise der Schah selbst hätte belastet werden können. Ein früherer Savak-Chef wurde zusammen mit anderen Militärs verhaftet. Jegliche Art von Pressezensur wurde abgeschafft. Zugleich griff das Militär entschlossen gegen Streiks und Demonstranten durch.

Keineswegs überraschend entwickelte sich die Azhari-Regierung jedoch -ebenso wie vorher das Kabinett Scharif-Emami -- eher zum Katalysator für den revolutionären Prozeß. Während der Regierungszeit des Generals gewann die Rebellion gegen den Schah an Schwungkraft, und der allgemeine Eindruck von der Schwäche der regierenden Elite schloß nun auch das Militär ein, das bis dahin von den meisten Beobachtern als Bollwerk von Kraft und Entschlossenheit betrachtet worden war.

Besonders wurmte die gemäßigten Reformer im Iran die traurige Vorstellung der Regierung Azhari auf dem Verwaltungssektor. Die von Azhari eingesetzten Militärs hatten keinerlei administrative Erfahrung und waren völlig überfordert.

Der Schah seinerseits hatte den wiederholten Vorstellungen Sullivans und des britischen Botschafters Anthony Parsons nachgegeben, jegliche weitere Repression zu unterlassen und eine S.178 »politische Lösung« zu suchen. Trotz des Anrufs und der nachdrücklichen Hilfszusagen Brzezinskis mußte er erkennen, daß die amerikanische Regierung nicht wünschte, daß er, wie er es nannte, »mit ''eiserner Faust''« durchgriff.

Monate später, nun bereits im Exil, dachte der Schah über die Möglichkeit einer militärischen Lösung nach. Abgesehen von den Erfolgsaussichten -- und die Experten waren im Herbst und Winter sehr geteilter Meinung über die Chancen einer militärischen Machtübernahme im Iran gewesen --, war der Schah persönlich gegen »inen solchen Versuch: Man sagt mir heute, ich hätte das » » Kriegsrecht mit mehr Nachdruck anwenden sollen. Das wäre für » » mein Land weniger verhängnisvoll gewesen als die blutige » » Anarchie, die heute dort herrscht. Aber ein Monarch kann » » seinen Thron nicht dadurch retten, daß er das Blut seiner » » Landsleute vergießt. Ein Diktator kann das tun, weil er im » » Namen einer Ideologie handelt, die er glaubt um jeden Preis » » zum Triumph führen zu müssen. Ein Monarch ist kein Diktator. » » Zwischen ihm und seinem Volk besteht eine Verbindung, die er » » nicht brechen kann. Ein Diktator hat nichts, was er » » hinterlassen kann. Die Macht gehört ihm und ihm allein. Ein » » Monarch dagegen trägt eine Krone. Ich konnte mir vorstellen, » » daß mein Sohn den Thron zu meinen Lebzeiten besteigt ... »

Man könnte versucht sein, dies als nachträgliche Rechtfertigung dafür anzusehen, daß der Schah während der Krise nicht durchgriff. Doch es gibt kaum Zweifel, daß die Gefühle des Schahs echt waren.

Während der ganzen langen Zeit, in der seine Herrschaft bedroht war, hatte er den Ruf seiner Generäle (und anderer, wie etwa des iranischen Washington-Botschafters Sahedi) nach drastischen Maßnahmen zurückgewiesen. Nicht einmal Brzezinskis ziemlich klare Aufforderung, mit etwas Gewalt auf den Straßen die Ordnung wiederherzustellen, vermochte den Monarchen zu einem schärferen Kurs zu bewegen.

Letzten Endes ausschlaggebend für die Untätigkeit des Schahs -- und die der iranischen Militärs, als deren Lage mit jedem Tag prekärer wurde -- war jedoch seine Sicht der geopolitischen Realitäten.

Der Schah war 1953 mit beträchtlicher amerikanischer und britischer Hilfe auf den Thron zurückgekehrt. Das iranische Militär, trotz seiner Schwächen eine entscheidende Kraft in der Region, verdankte seine Stärke unmittelbar den Vereinigten Staaten.

Der Schah wußte, daß Amerika ihn aufgrund einer nüchternen Analyse amerikanischer Interessen unterstützt hatte. Was, fragte er sich, war geschehen, um diese Analyse zu verändern? War er kein guter Alliierter gewesen? Waren die USA nicht dazu gezwungen, das Fortbestehen eines zuverlässigen Iran zu sichern?

Gewiß, die Amerikaner hatten ihn in Sachen Menschenrechte scharf kritisiert; doch konnte er sich schwer vorstellen, daß sie ihn nur wegen der Exzesse der Savak fallenlassen würden, zumal die Amerikaner kein klares Konzept für den Iran nach Pahlewi besaßen. Und hatte er nicht alles getan, um den Forderungen des Büros für Menschenrechte im State Department gerecht zu werden?

In den letzten Wochen der Krise erörterte der Schah mit seinen Beratern noch eine andere Möglichkeit. Vielleicht, sagte er, hätten die Amerikaner sich für eine drastische Änderung ihrer Strategie im Mittleren Osten entschieden: S.181

Bislang hätten sie sich, um die Ausweitung der sowjetischen Macht und des sowjetischen Einflusses einzudämmen, darauf konzentriert, Militärbündnisse zu bilden. Dieses Bündnissystem aber habe nicht voll funktioniert. Daher, so seine Argumentation, sei es denkbar, daß die USA ein Bündnis mit dem radikalen Islam eingegangen seien, um einen Frontalangriff auf den Kommunismus zu starten.

Wenn das tatsächlich der Fall sei, dann hätte der Präsident bereits eine Absprache mit Chomeini getroffen, und der Schah würde dem Land nur noch größeres Leid zufügen, wenn er versuchte, die Entwicklung aufzuhalten, die -- nach dieser Interpretation -- von Washington eingeleitet oder aktiv unterstützt worden sei.

Für diese Einschätzung sprachen einige handfeste Tatsachen: Amerikas Uno-Botschafter Andrew Young hatte Chomeini als »Heiligen« bezeichnet und sympathisierte eindeutig mit der Bewegung des Ajatollah. Der Schah glaubte, Young spreche womöglich für Carter.

Überdies hatte Brzezinski öffentlich erklärt, der radikale Islam könne angesichts der vielen Moslems in der Sowjet-Union eine Bedrohung für das Sowjet-Reich darstellen.

Schließlich gab es eindeutige Hinweise darauf, daß die US-Regierung zu einer drastischen Änderung ihrer traditionellen Nahost-Politik, nämlich zu einer »Öffnung« hin zur PLO, entschlossen war, was ebenfalls auf eine Verlagerung der US-Politik in eine radikalere islamische Richtung deutete.

In jedem Falle entzogen sich die Ereignisse weitgehend der Kontrolle des Schahs, der andererseits aber davon ausgehen konnte, daß die Amerikaner eingreifen würden, um ihre Interessen zu schützen. Er konnte sich daher durchaus den psychologischen Luxus leisten, anzuordnen, auf den Straßen des Landes solle kein Blut vergossen werden.

Die Logik des Schahs war einleuchtend, nur lagen die Dinge in Washington anders. Während Brzezinski in der Tat die Hoffnung äußerte, ein radikaler Islam werde das Sowjet-Reich womöglich destabilisieren, hielt er gleichzeitig seiner Umgebung Vorträge über die Theorie der Revolution.

Vor allem forderte er die Mitarbeiter des Weißen Hauses auf, sich mit den historischen Theorien des verstorbenen Harvard-Professors Crane Brinton zu befassen, der nachgewiesen hatte, daß bei den revolutionären Umwälzungen des 18. Jahrhunderts in Westeuropa Erfolg oder Mißerfolg der Revolutionäre bestimmt wurde durch die Entschlossenheit der herrschenden Klasse.

Die Revolution, so Brzezinski, habe immer dann Erfolg gehabt, wenn die Herrscher die Nerven verloren, sei aber stets gescheitert, wenn die Elite kraftvoll eingriff, um ihre Gegner niederzuschlagen.

Brzezinskis historische Reflexionen liefen darauf hinaus, daß der Schah sich sehr wohl halten könne, wenn er nur entschlossen gegen die wachsenden Oppositionskräfte vorgehe. Diese Überzeugung vertrat der Sicherheitsberater des Präsidenten bis zum bitteren Ende.

Im nächsten Heft

US-Sonderbotschafter Huyser soll in Teheran das Regime Bachtiar retten, doch die Mission endet mit einem Fiasko

S.165

In den zwei Jahren bis zum November 1977 stützte sich kein einziger

CIA-Bericht auf Quellen innerhalb der religiösen Opposition. Und

politische Lageberichte der Botschaft, die sich auf Kontakte mit der

Opposition stützten, waren selten und oftmals abfällig.

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S.178

Man sagt mir heute, ich hätte das Kriegsrecht mit mehr Nachdruck

anwenden sollen. Das wäre für mein Land weniger verhängnisvoll

gewesen als die blutige Anarchie, die heute dort herrscht. Aber ein

Monarch kann seinen Thron nicht dadurch retten, daß er das Blut

seiner Landsleute vergießt. Ein Diktator kann das tun, weil er im

Namen einer Ideologie handelt, die er glaubt um jeden Preis zum

Triumph führen zu müssen. Ein Monarch ist kein Diktator. Zwischen

ihm und seinem Volk besteht eine Verbindung, die er nicht brechen

kann. Ein Diktator hat nichts, was er hinterlassen kann. Die Macht

gehört ihm und ihm allein. Ein Monarch dagegen trägt eine Krone. Ich

konnte mir vorstellen, daß mein Sohn den Thron zu meinen Lebzeiten

besteigt ...

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S.164Mit seinem Vertrauten Chalchali, heute oberster Ankläger und Richterim Iran.*S.168Am »Schwarzen Freitag«, dem 8. September 1978.*S.173Bei ihrer Amtseinsetzung am 6. November 1978; links: Premier GeneralAzhari.*

Michael Ledeen, William Lewis
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