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CDU unter Druck
• aus DER SPIEGEL 23/1998
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Jetzt ist es offiziell: Erstmals ist ein Gericht zu der Überzeugung gekommen, daß die CDU die ihr gehörende Zeitschrift »Wirtschaftsbild« zur verdeckten Geldbeschaffung benutzt hat. In einem Beweisbeschluß der 5. Kammer für Handelssachen des Düsseldorfer Landgerichts - die CDU und der frühere Besitzer Axel Walter streiten ums Geld - heißt es, es scheine nach dem bisherigen Beweisergebnis »ausreichend geklärt«, daß »Wirtschaftsbild« über Jahre hinweg Geld für Anzeigen kassierte, die weder »gedruckt wurden« noch »gedruckt werden sollten«. Die Auftraggeber hätten »mit ihren Zahlungen nicht die Gegenleistung für eine vom Verlag ausgeführte Leistung« gewünscht, sondern »der hinter der Zeitschrift ,Wirtschaftsbild' stehenden CDU materielle Vorteile verschaffen« wollen.

In vielen Fällen setzten die Kunden die Rechnungen für die nie erschienenen Anzeigen von der Steuer ab und stehen somit nun im Verdacht, den Fiskus hintergangen zu haben. Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft ermittelt. Die CDU bestreitet, daß es jemals mit ihrem Wissen nicht abgedruckte »Blindanzeigen« in »Wirtschaftsbild« gegeben haben soll.

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