Peter Struck, - DER SPIEGEL
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Peter Struck,

• aus DER SPIEGEL 37/1999
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56, Chef der SPD-Bundes- tagsfraktion, hatte beim Zusammentritt der ersten »Berliner Runde« zu den Wahlen in Brandenburg und im Saarland ein Problem mit der Farbpalette. Die Generalsekretäre Angela Merkel, 45, (CDU) und Thomas Goppel (CSU) trugen Gelb: die CDU-Dame eine gelbe Bluse, der CSU-Herr eine gelbe Krawatte. »Macht ihr hier alle in Gelb für den Westerwelle?«, juxte der Fraktionschef in Anspielung auf die FDP-Farbe Gelb und das miserable Abschneiden der Liberalen in beiden Ländern weit unter der Fünfprozenthürde. Angela Merkel, der Struck bereits diverse Komplimente zu ihrer aparten Erscheinung gemacht hatte, nahm die Frage des SPD-Fraktionschefs denn auch völlig unpolitisch: »Ist doch 'ne gute Farbe, oder?« Struck, nun wieder ganz Galan: »Ja, und mit diesem schönen schwarzen Stoff steht Ihnen das auch sehr gut.« Das sei »kein Schwarz«, widersprach die CDU-Generalin, »das ist Blau«, und hielt dem SPD-Mann den Ärmel ihres Kostüms hin. Der legte, wie zur Stoffprobe, seine Rechte auf den hingehaltenen Unterarm. Das war der Moment des CSU-Generalsekretärs, der das Struck-Geturtel trocken kommentierte:"Schaut her, jetzt ist er schon farbenblind geworden.«

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