Rainer Eppelmann,
56, Bundestagsabgeordneter, wird an der märkischen Parteibasis seines Lebens nicht froh. Zu den Bundestagswahlen im letzten Jahr konnte Eppelmann in seinem Wahlkreis im Osten von Berlin nicht als Direktkandidat antreten, weil seine Unterlagen den Wahlleiter zu spät erreicht hatten. Auch in diesem Jahr, in dem die brandenburgische CDU bei den Landtagswahlen die absolute Mehrheit der SPD von Landesvater Manfred Stolpe brechen will, kann die politische Konkurrenz auf Krach um Eppelmann hoffen. Mehrere Mitglieder des CDU-Kreisverbandes Märkisch-Oderland, dem Eppelmann vorsteht, fordern den Ausschluß Eppelmanns aus der CDU. Der Grund: Der Ex-Pfarrer habe sich zu einem schwebenden Parteiausschlußverfahren öffentlich geäußert, das er als Kreisvorsitzender selbst betreibe. Der Auszuschließende, hatte Eppelmann einem Lokalblatt verraten, sei eine »Marionette« der PDS. Hintergrund ist eine Art Bandenkrieg zwischen CDU-Mitgliedern um die Vormacht in einem Teil von Eppelmanns Kreisverband. »Bis aufs Blut« werde da gestritten, so ein führender Unions-Märker.