Sacha Distel,
67, französische Sänger-Legende und einst verbandelt mit Brigitte Bardot, beging in Großbritannien zweimal einen Fauxpas wider das gallische Überlegenheitsgefühl. Der Musiker, wegen seiner Verdienste um die französische Musik mit dem Kreuz der Ehrenlegion ausgezeichnet, hatte in London, wo er zurzeit im Musical »Chicago« auftritt, kurz und bündig erklärt: Englisch »ist eine viel leichter und schöner zu singende Sprache« als Französisch, »das manchmal sogar ein bisschen hässlich ist« wegen »der gutturalen Laute«. Das Londoner »Institut Français«, zuständig für die Verbreitung französischer Kultur in England, protestierte erwartungsgemäß: Zu überlegen sei, ob Distel weiter das Kreuz der Ehrenlegion tragen dürfe, »französische Musik ist sehr gut, und französischer Gesang kann sehr schön sein«. Der Künstler beharrte, er sei »stolz, ein Franzose zu sein«, und wenn ihn jemand frage, welches sein französisches Lieblingsfußballteam sei, »dann sage ich Arsenal ...«