UMWELT Schmelzende Gletscher
Die Sorge um das ewige Eis lässt Klimaforscher frösteln. Denn während die Industrienationen unverdrossen um CO2-Emissionsquoten feilschen und wirksame Maßnahmen gegen den Treibhauseffekt immer wieder vertagen, nimmt die globale Klimakatastrophe ihren Lauf. Auf allen Kontinenten beobachten Wissenschaftler einen signifikanten Rückgang des scheinbar ewigen Gletschereises - von Grönland bis Neuseeland, von Skandinavien bis zum Kilimandscharo. Die Eisfelder und Inlandeise werden deutlich dünner oder sind zum Teil bereits verschwunden. Und die Schmelzwasser lassen Flüsse und Meeresspiegel steigen. In der Antarktis lösen sich gelegentlich Eisberge so groß wie Mallorca vom Festlandschelf und schmelzen im Ozean. Allein im Gangesbecken sind 85 größere Städte von Überflutungen bedroht, die in den Gletschern des Himalajas ihren Anfang nehmen. Selbst Hafenstädte wie New York oder New Orleans dürften - zumindest langfristig - betroffen sein. Besonders prekär aber wird die Lage für die Dritte Welt: »Ein Drittel unseres Landes wird selbst bei einem geringen Anstieg des Weltwasserpegels überflutet werden«, warnt der Uno-Botschafter von Bangladesch, Anwar-ul Chowdhury.