LOHNNEBENKOSTEN Teure Wiedervereinigung
In einer neuen Studie kommt das angesehene Kieler Fritz-Beske-Institut für Gesundheits-System-Forschung zu dem Ergebnis, dass die Krankenkassenbeiträge von Arbeitern und Angestellten durch die Wiedervereinigung um insgesamt rund zwei Prozentpunkte in die Höhe getrieben wurden. Für einen Versicherten müssten demnach ohne Wiedervereinigung statt derzeit durchschnittlich 14,4 Prozent des Einkommens nur 12,4 Prozent gezahlt werden.
Verantwortlich für die stärker gestiegenen Beiträge seien höhere Arbeitslosenzahlen und geringe Wachstumsraten bei Löhnen und Gehältern - aber auch der so genannte Risikostrukturausgleich, in dessen Rahmen überwiegend westdeutsche Krankenkassen vor allem Not leidende Kassen in den neuen Bundesländern mit Milliarden unterstützen müssen.