Tino Chrupalla: AfD-Chef reist zur Amtseinführung von Donald Trump - DER SPIEGEL
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Zeremonie in Washington AfD-Chef Chrupalla reist zu Trumps Amtseinführung

In wenigen Tagen wird Donald Trump als US-Präsident vereidigt. Tino Chrupalla hat nach eigenen Angaben eine Einladung bekommen und reist hin, Alice Weidel nicht. Auch die CDU wird in Washington vertreten sein.
Tino Chrupalla (AfD)
Tino Chrupalla (AfD)

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Revierfoto / IMAGO

AfD-Chef Tino Chrupalla reist nach eigenen Angaben  zur Amtseinführung von Donald Trump am kommenden Montag. Chrupalla folge damit einer Einladung aus Kreisen der Republikaner, wie er zunächst der Nachrichtenagentur dpa mitteilte.

»Der Amtseinführung von Präsident Donald Trump beizuwohnen, zeigt einmal mehr, dass wir unsere interessengeleitete Politik umsetzen«, erklärte Chrupalla. Man stehe mit Kanzlerkandidatin Alice Weidel bereit, ein starker Partner auf dem Kontinent Europa zu sein.

Seit einiger Zeit hatte es Spekulationen gegeben, die AfD-Spitze werde dem Amtseid des neuen Präsidenten in Washington beiwohnen. Auf Anfrage des SPIEGEL erklärte indes jüngst der Sprecher der AfD-Kanzlerkandidatin Alice Weidel, das schaffe sie »aus zeitlichen Gründen im Wahlkampf gar nicht«. Die stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende Beatrix von Storch wird Chrupalla in die US-Hauptstadt begleiten.

CDU ebenfalls in Washington vertreten

Der außenpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt, wird auch an der Amtseinführung des künftigen US-Präsidenten teilnehmen. Er habe eine offizielle Einladung erhalten, teilte der CDU-Politiker am Donnerstag mit. »Mit meiner Teilnahme setze ich auch ein Zeichen dafür, dass die demokratischen Kräfte in Deutschland auf die Freundschaft mit den USA setzen und sie vertiefen möchten«, erklärte Hardt. Die Teilnahme sei eine wichtige Gelegenheit, Kontakte in den US-Kongress und in die Regierung zu festigen und neue zu knüpfen.

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Die Inauguration am kommenden Montag gilt als politisch aufgeladen, weil es Berichte gibt, das Trump-Team könnte auch Rechtspopulisten aus aller Welt einladen. Trump hatte den Europäern zudem mit Handelssanktionen gedroht und sie zu einer drastischen Erhöhung der Rüstungsausgaben aufgefordert. Zu der Amtseinführung werden auch etliche Regierungschefs erwartet. Die Bundesregierung wird mit dem deutschen Botschafter in Washington vertreten sein.

jmm/dpa/Reuters