Ulrich Nölle, - DER SPIEGEL
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Ulrich Nölle,

• aus DER SPIEGEL 38/1991
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51, Sparkassendirektor und Spitzenkandidat der Bremischen CDU für die Bürgerschaftswahlen Ende September, wurde von einem Bank-Kollegen per Zeitungsanzeige korrigiert. Weil Nölle beim Stimmenfang stets auch die wirtschaftliche Misere des kleinsten Bundeslandes beklagte, ließ das Vorstandsmitglied der Bremer Sparkasse, Friedrich Rebers, in einer Annonce verbreiten, der »sozialdemokratische Senat« habe »in den vergangenen Jahren konsequent wirtschaftsfreundliche Politik« betrieben. Außerdem schob der Vorständler noch ein Statement nach: »Wir sind doch keine CDU-Bank.« Hintergrund der für feine Banker-Kreise extraordinären Handlungsweise: Nölles CDU-Engagement hatte Unruhe unter die Kundschaft der Bank gebracht. Öffentlich kündigten Bremer Bürger ihre Konten bei der Sparkasse. Wählerinnen begründeten dies obendrein mit Nölles Aussage, bei einem Wahlsieg wolle er das Amt einer Landesbeauftragten für die Gleichstellung der Frau abschaffen.

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