Wer wird Vize? - DER SPIEGEL
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USA Wer wird Vize?

• aus DER SPIEGEL 21/2008
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Mit seiner öffentlichen Unterstützung für Barack Obama facht der gescheiterte demokratische Präsidentschaftsbewerber John Edwards die Diskussion an, wer denn als Nummer zwei ins Rennen gehen könnte. »Ich habe John in letzter Zeit nicht oft gesehen«, sagte Obama. »Ich habe vergessen, wie gut er ist.« Er fügte hinzu, dass »jeder ihn in die engere Auswahl« für das Amt als Vizepräsident nehmen würde.

Tatsächlich ergänzen die beiden sich prächtig: Edwards wuchs in North Carolina auf und könnte helfen, die Südstaatler für Obama einzunehmen. Seine populistischen Botschaften sprechen vor allem Weiße aus der Arbeiterklasse an - jene Wählergruppe, mit der Obama die meisten Schwierigkeiten hat. Die sogenannten Reagan-Demokraten - traditionelle Demokraten aus der Mitte, die gelegentlich republikanisch wählen - könnten die Wahl am 4. November entscheiden. Edwards war schon 2004 zusammen mit John Kerry als Vizepräsidentschaftskandidat angetreten. Auch Hillary Clinton wird als mögliche Vizepräsidentin gehandelt. Je aussichtsloser ihr Sieg scheint, desto mehr beginnt sie sich mit dem Gedanken anzufreunden. Auch sie kommt bei der Arbeiterklasse gut an. Nach dem erbitterten Vorwahlkampf ist ein Team Obama/Clinton allerdings nur schwer vorstellbar.

Daneben sind weiße demokratische Gouverneure, bevorzugt aus hartumkämpften Bundesstaaten, als Vizekandidaten für den schwarzen Bewerber Obama im Gespräch: etwa Kathleen Sebelius, die Gouverneurin aus Kansas im Mittelwesten oder Ted Strickland, der beliebte Gouverneur aus dem wichtigen Staat Ohio.

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