Das Expo-Gelände Die Welt auf 160 Hektar
Bei der Expo passt fast die gesamte Welt auf eine Fläche von rund 160 Hektar im Süden Hannovers. Rund zwei Drittel des Expo-Geländes gehören der Deutschen Messe AG. Diese werden mit 26 Hallen seit vielen Jahren für große Weltmessen wie die Cebit oder die Industriemesse genutzt. In die sonst eher tristen Innenräume der Messehallen werden zur Expo mehr als 100 Länder und internationale Organisationen einziehen und ihre Stände für die 40 Millionen erwarteten Besucher herrichten.
Auf dem Pavillongelände West entstehen temporäre Pavillons der Nationen, die nach der Weltausstellung abgebaut werden. Hier errichten unter anderem der Vatikan, Bhutan, Japan, Thailand und Mexiko ihre Pavillons. Einige Pavillons werden am Ende der Expo an anderer Stelle wieder aufgebaut: So soll der Bau des Heiligen Stuhls etwa als Gemeindezentrum in Lettland genutzt werden. Der japanische Pavillon aus Papier soll recycelt werden.
Das Pavillongelände Ost mit der zentralen Expo-Plaza - hier steht der Deutsche Pavillon und die Preussag-Arena - wird nach der Weltausstellung weiter genutzt. Einige Nationen wie Frankreich, Großbritannien, Schweden und China haben die spätere gewerbliche Nutzung bereits bei den Pavillon-Entwürfen mit eingeplant.
Andere Pavillons - wie das Wüstenfort der Vereinigten Arabischen Emirate - sind eher schwierig zu vermarkten. Aber auch über die Nachnutzung des vierstöckigen so genannten "Big-Mäc-Pavillons" der Niederländer verhandelt die Expo.
Die Orientierung auf dem Expo-Gelände ist relativ einfach - sofern der Besucher das Expo-System durchschaut: Straßen in Nord-Süd-Richtung heißen Boulevards und sind von eins bis 13 durchnummeriert. Straßen in West-Ost-Richtung werden auch auf dem Expo-Gelände als Straßen bezeichnet. Der Zusatz West, Ost oder Mitte gibt die Lage auf Areal an. Wie die Boulevards sind auch die Straßen - beginnend im Norden - von eins bis 19 nummeriert.
An wichtigen Kreuzungen zeigen blaue Wegweiser die Richtungen an. Vor den einzelnen Pavillons wehen Fahnen, auf denen der Name des jeweiligen Landes zu erkennen ist - zumindest bei Windstille.