Expo-Gesellschaft: Massive Planungsfehler eingeräumt - DER SPIEGEL
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Expo-Gesellschaft Massive Planungsfehler eingeräumt

Jeden Tag neue Horrormeldungen von der Weltausstellung Expo. Nun hat die Expo-Gesellschaft selbst massive Fehler bei der Planung eingeräumt und die IG Metall in Hannover prangert "unzumutbare Zustände" an.
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Hannover - Man habe ein zu kompliziertes Vorbuchungssystem und zu hohe Preise für die Parkplätze gehabt, sagte Expo-Geschäftsführer Reinhard Volk der "Neuen Presse". "Vielleicht waren auch unsere Erwartungen an die Besucherzahlen zu hoch", meinte er. Volk bestätigte zudem, dass das Finanzloch der Weltausstellung höher ausfallen wird als bisher kalkuliert: "Klar ist, dass das bisher erwartete Defizit von 400 Millionen Mark nicht zu halten ist." Er betonte aber: "Wir kämpfen bis zum Schluss und streben das bestmögliche Ergebnis an."

IG Metall Bezirksleiter Hartmut Meine nannte im ARD-Morgenmagazin vor allem Beispiele aus dem Gastronomiebereich. Er kritisierte das kanadische Unternehmen Everest LP, dass 40 ungarische Arbeitnehmer eingestellt habe, die 60 Stunden pro Woche für einen Stundenlohn von 4,86 Mark arbeiten müssten. Außerdem hob er die schlechten Arbeitsbedingungen bei der Firma ExporResto hervor, die nach der Besucherflaute 200 eingestellten Rumänen Änderungskündigungen aufgezwungen und sie Schuldscheine in Höhe von 500 Mark habe unterschreiben lassen.

Meine kritisierte außerdem die Expo-Leitung, die während der Planungsphase die Einführung eines flächendeckenden Tarifvertrages für das ganze Expo-Gelände abgelehnt habe. Mit entsprechenden Auflagen für die Pavillon-Betreiber wären die jetzigen "unzumutbaren Zustände" zu vermeiden gewesen, betonte er.

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