Expo-Premieren: Gipsköpfe und Gartenfest - DER SPIEGEL
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Expo-Premieren Gipsköpfe und Gartenfest

Gut eine Woche vor ihrer Eröffnung hat die Expo erstmals einen Blick auf ihre Attraktionen gewährt. Im Deutschen Pavillon feierte dabei die dreiteilige Ausstellung Premiere, die mit einem Skulpturenpark aus Gipsfiguren und einem Multimedia-Spektakel "Brücken in die Zukunft" schlagen will.
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Hannover - Beim Expo-Pressetag wurde am Mittwoch im Deutschen Pavillon erstmals die gesamte Ausstellung "Deutschland - Brücken in die Zukunft" gezeigt. Im ersten Bereich der Schau zeigt die "Ideenwerkstatt Deutschland" 47 Gipsköpfe von bekannten und weniger bekannten Deutschen. Zu den Portraitierten gehören Heinrich Böll, Petra Kelly, Albert Einstein, Steffi Graf, aber auch Außenseiter wie etwa der Love-Parade-Gründer Dr. Motte.

Die Hauptschau besteht aus dem sechsminütigen Film "Deutschland mittendrin". In einem "720-Grad-Kino" werden Szenen aus Deutschland auf Wände, Decken und den Boden projiziert: Ein Gartenfest, Menschen in der Wohnung, die Wiedervereinigung. Der Zuschauer verfolgt das Multimedia-Spektakel auf sechs Brücken von 70 Metern Länge, die sich quer durch die Halle spannen.

Im dritten Teil, dem so genannten "Mosaik Deutschland", präsentieren sich die 16 Bundesländer mit jeweils einem Exponat rund um den mit Bildschirmen bestückten "Baum des Wissens". Bayern etwa zeigt einen Felsen von der Zugspitze, Schleswig-Holstein ein Stück eines alten Wikingerschiffes, Baden-Württemberg den ersten Benz-Motorwagen, Rheinland-Pfalz die Druckerpresse von Gutenberg und Sachsen den Gläsernen Menschen.

Einen ersten Blick gab es auch in das Herzstück der Weltausstellung, den Themenpark. In den Messehallen werden Ausstellungen rund um elf verschiedene Komplexe wie "Energie", "Mobilität" oder "Zukunft der Arbeit" gezeigt. "Wir wollten ganz unterschiedliche Herangehensweisen haben, deswegen haben wir jeden der elf Komplexe von anderen Szenographen gestalten lassen", erklärt Themenpark-Chef Martin Roth.

Eine weitere Attraktion des Pressetages war die Eröffnung des "T-Digit" der Deutschen Telekom AG durch den per Videokonferenz aus Bonn zugeschalteten Telekom-Chef Ron Sommer. Der gläserne Ausstellungsbau fungiert gleichzeitig als multimediales Endgerät: Auf einem 16 mal 16 Meter großen Digital-Bildschirm sollen unter anderem die Fußball-Europameisterschaft, die Olympiade in Sydney und die Tour de France live übertragen werden.

Die Expo-Generalkommissarin Birgit Breuel zeigte sich optimistisch, dass die Weltausstellung gelingen wird. "Es wird ein sinnliches Erlebnis, ein Fest der Völker. Hier wird sich fast die ganze Welt treffen." Die Expo werde eine "Werkstatt für das Leben von morgen", die sich allerdings derzeit "noch als Baustelle zeigt".

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