Expo-Schulden Bund befürchtet Milliardendefizit
Hannover/Berlin - Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) befürchtet, dass durch die Weltausstellung zusätzliche Kosten auf die Bürger zukommen könnten. Auf die Frage, ob die Expo den Steuerzahler noch eine Menge Geld kosten könne, sagte Eichel im ZDF: "Das gehört zu meinen heimlichen Befürchtungen."
Das Defizit der Expo fällt nach Informationen der "Sächsischen Zeitung" möglicherweise fünfmal so hoch aus wie bisher erwartet. Im Bundeskabinett werde derzeit mit einem Minus von zwei Milliarden Mark gerechnet, berichtet das Blatt unter Berufung auf Regierungskreise in seiner Donnerstagausgabe.
Bislang ist für die bis Ende Oktober dauernde Schau ein Minus von 400 Millionen Mark veranschlagt. Dieses Defizit sollen sich der Bund und das Land Niedersachsen teilen. Die bisherigen Kalkulationen der Expo beruhen allerdings auf einen Besucherzuspruch von 40 Millionen zahlenden Gästen. Im Schnitt müssten somit jeden Tag rund 260.000 Menschen auf das Gelände kommen - weit mehr als es im Moment sind.