Extremschwimmer Dobelmann scheitert bei Bodensee-Querung - DER SPIEGEL
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Bodensee-Schwimmer Dobelmann: "Abbruch! Feierabend!"

Foto: Patrick Seeger/ dpa

"Abbruch! Feierabend!" Extremschwimmer Dobelmann scheitert bei Bodensee-Querung

Ohne Neoprenanzug wollte der Extremsportler Bruno Dobelmann 64 Kilometer durch den Bodensee schwimmen. Doch ein Gewitter und starker Regen machten ihm einen Strich durch die Rechnung. Er brach seinen Rekordversuch ab - und will nun von Langstrecken nichts mehr wissen.
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Bodman - Aus und vorbei: Der "Orca" schwimmt nicht mehr längs durch den Bodensee - zumindest nicht für den Weltrekord. Am Dienstagabend brach Extremschwimmer Bruno Dobelmann auch seinen zweiten Versuch einer Durchquerung des Bodensees ab. "Es wird definitiv keine weiteren Versuche geben", sagte sein Manager Oliver Halder. "Er hat sich vom Langstreckenschwimmen verabschiedet."

Dabei war Dobelmann, der im Freundeskreis angelehnt an das lateinische Wort für Schwertwal auch "Orca" genannt wird, am Dienstagmorgen noch hochmotiviert ins 19 Grad warme Wasser gewatet. "Wir sehen uns in Bregenz", rief er, bevor er sich in die Fluten stürzte.

Sein ambitioniertes Ziel: Er wollte den See als Erster ohne Neoprenanzug und nur mit Badehose bekleidet in Längsrichtung von Bodman aus durchqueren. 64 Kilometer in 28 bis 30 Stunden ohne Pause. Mittwochmittag wollte er dann in Österreich wieder an Land gehen. Sein Wunsch als Belohnung: "Ein Kasten Bier".

Soweit der Plan. Doch dann machte ihm das Wetter einen Strich durch die Rechnung: Gewitter, Starkregen, Wellen, Gegenwind - "Also hier scheint irgendwo jemand am Drücker zu sitzen, der extrem was gegen mich hat", ließ der 53-Jährige am Abend über soziale Netzwerke verlauten. Drei Stunden später hieß es dort dann: "Abbruch! Feierabend!"

Mental ausgepowert

"Er könnte rein krafttechnisch noch", kommentierte sein Manager Halder. Aber die Wetterbedingungen hätten ihn "mental ausgepowert". Das Gewitter sei weit genug weg gewesen. Eine Gefahr habe nicht bestanden. "Aber es hinterlässt mentale Narben."

Es ist schon das zweite Mal, dass der "Orca" seinen Weltrekordversuch aufgeben muss. Erst im Mai musste er auf der Höhe von Hagenau bei Kilometer 28 wegen massiver Blasenprobleme aufgeben. Diesmal schaffte er etwa ein Drittel der Distanz, die Enttäuschung war groß. "Er fühlt sich scheiße, das ist klar", sagte Halder. Über die sozialen Medien erreichten den "Orca" dann gleich die ersten Unterstützungsbekundungen. "Kopf hoch! Und weiter probieren; Du wirst es uns allen zeigen", schrieb ein Nutzer. Ein anderer motivierte: "Alle guten Dinge sind drei!"

Einen dritten Versuch soll es Halder zufolge zwar nicht geben. Ganz abgeschlossen mit dem Extremsport hat der "Orca" aber offenbar nicht. "Er wird morgen bestimmt wieder anders drauf sein", sagte sein Manager. Vielleicht fahre Dobelmann ja irgendwann mal mit dem Fahrrad um die Welt.

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Dauerschwimmen mit Vaseline: Bodensee-Durchquerung gescheitert

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Katja Heins und Hanna Hauck/dapd/jus