Psychologie: Frust durch Duft - DER SPIEGEL
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Psychologie Frust durch Duft

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Erinnerungen sind häufig an einen Duft geknüpft, der bei einem bestimmten Erlebnis in der Luft lag. Beim erneuten Einatmen des Geruchs kehren dann automatisch auch die damaligen Gefühle zurück.

Diese lang gehegte Vermutung hat jetzt eine Studie der Brown University in Rhode Island bestätigt. Zudem fanden die US-Wissenschaftler heraus, dass durch Gerüche offenbar sogar Verhaltensmuster wieder erweckt werden können.

In der Studie wurde etwa die Hälfte von 63 Teilnehmerinnen einem neuen, im Labor erzeugten Duft ausgesetzt. Gleichzeitig quälten sie sich durch ein Computerspiel, das (wie ihnen verschwiegen wurde) gar nicht zu gewinnen war.

Eine Weile nach diesem Frusterlebnis wurden die Versuchspersonen dann auf drei verschiedene Räume verteilt: In einem waberte wieder der Kunstduft, in einem zweiten ein neuer Duft, und der dritte war geruchsfrei. Nun mussten die Probanden einen Sprachtest lösen.

Dabei kam heraus: Wer erneut den Duft roch, der mit dem vorangegangenen Frusterlebnis verknüpft war, gab bei dem Sprachtest weit schneller auf als die unbelasteten Teilnehmerinnen.