Indiens Studenten: Hohe Selbstmordgefahr - DER SPIEGEL
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Indiens Studenten Hohe Selbstmordgefahr

Auf indischen Schülern und Studenten lastet derart hoher Leistungsdruck, dass sie scharenweise unter Depressionen leiden. Fast jeder zehnte hat schon einmal einen Selbstmordversuch unternommen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Etwa die Hälfte aller Schüler und Studenten in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi leidet an Depressionen, so das Ergebnis einer neuen Studie. Für ihre Untersuchung hatten indische Mediziner 859 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 11 und 20 Jahren befragt. Die Mehrzahl der Teilnehmer klagte über wochenlang anhaltenden Trübsinn. Neun Prozent gaben sogar an, bereits einen Selbstmordversuch unternommen zu haben.

Versagensängste im Studium treiben die Heranwachsenden offenbar reihenweise in die Depression. Indische Eltern spornten ihre Kinder in extremer Weise dazu an, sich gegenseitig zu übertreffen, warnt Veena Thakkar, Psychologieprofessorin der University of Delhi: "Gute Zensuren sind in Indien das Allerwichtigste. Der Zugang zu einer besseren Ausbildung hängt davon ab. Entsprechend üben Eltern großen Leistungsdruck auf ihre Kinder aus."