FDP verrechnete sich bei Steuerreformplänen / 4 Milliarden schlicht vergessen
Bei der Erstellung ihres radikalen Steuermodells ist der FDP ein peinlicher Fehler unterlaufen. Die Liberalen hatten vergangene Woche einen Plan vorgelegt, wie sich die Senkung der Steuersätze auf 15, 25 und 35 Prozent realisieren lasse. Durch Haushaltseinsparungen und Gegenfinanzierungen sollte sich gar ein Etatüberschuss ergeben. Allerdings hat sich die FDP dabei um vier Milliarden Euro verrechnet. So gehen die Liberalen davon aus, dass eine Rückkehr zur alten 630-Mark-Job-Regel Steuermehreinnahmen von 4,5 Milliarden Euro erbringe, denen Einnahmeverluste von nur 358 Millionen Euro bei den Sozialversicherungen gegenüberstünden. Tatsächlich entsteht bei den Sozialversicherungen durch die Rückkehr zum alten System, wie Steuerexperten aus den Ländern nachweisen, ein Loch von 4,29 Milliarden Euro. Der Fehler der Möchtegernreformer: Sie hatten vergessen, die monatlichen Ausfälle aufs Jahr hochzurechnen.