Streit zwischen SPD-Ministerpräsident Clement und Wahlkampfmanager Machnig
Der Chef der SPD-Wahlkampfzentrale "Kampa", Matthias Machnig, sorgt wieder für Wirbel in der SPD-Spitze. Machnig, der in den vergangenen Monaten wegen seiner Wahlkampfführung bereits mehrfach parteiintern kritisiert worden war, hat nun auch den Zorn von NRW-Ministerpräsident Wolfgang Clement auf sich gezogen. Auslöser sind Mahnungen Machnigs, an Rhein und Ruhr sei noch viel "Mobilisierungsarbeit" zu leisten, deshalb wolle er "Spezialisten" dorthin entsenden. Zugleich legte der Wahlkampfmanager dem Regierungschef eine konkrete Zielmarke von 46 Prozent vor. "Niemand soll behaupten, dass dies nicht zu schaffen ist", so Machnig. In Clements Umfeld wird die Ermahnung als dreist empfunden: Offenbar solle Clement für eine etwaige Wahlniederlage verantwortlich gemacht werden. "Die Berliner wollen ihren Hintern rechtzeitig inSicherheit bringen und Clement den schwarzen Peter zuschieben", mutmaßt ein enger Vertrauter. Clement selbst schoß vergangenen Freitag in Gegenwart des Kanzlers öffentlich in Richtung Machnig zurück: Man solle "imWahlkampf nicht über Wahlkampf reden, sondern kämpfen".