Beamtenbund und DGB mit Hunzigers PR-Firma verquickt - DER SPIEGEL
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Beamtenbund und DGB mit Hunzigers PR-Firma verquickt

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Die geschäftliche Verbindung mit dem umstrittenen PR-Berater Moritz Hunzinger hat Gewerkschaften und dem Deutschen Beamtenbund (DBB) Millionen-Verluste beschert. Bis Februar 2000 erwarben die Finanzholding des DGB und seiner Mitgliedsgewerkschaften sowie der DBBüber das gemeinsame Beteiligungsunternehmen Agathon für über drei Millionen Euro Aktienpakete an der Hunzinger Information AG. Agathon ist damit drittgrößterAktionär der PR-Firma, nach FirmengründerHunzinger unddem Finanzdienstleister Gold-Zack. An ihrem Investment hatten die Arbeitnehmer-Organisationen allerdings nur für kurze Zeit Freude; die Hunzinger-Aktie stürzte mit dem Niedergang desNeuen Marktes in den Keller. Am 30. März 2001 war die Beteilung bloß noch rund eine halbe Million Euro wert, Agathon schrieb 2,5 Millionen Euro als Verlust ab. Dennoch erwarb das DGB/DBB-Gemeinschaftsunternehmen noch Anfang dieses Jahres weitere 100000 Aktien, zumStückpreis von zwei Euro. Am vergangenen Freitag lag der Schlusskurs bei 0,80 Euro. DerAgathon-Gesellschafter DBBwar FirmengründerHunzinger nicht nur als Aktionär verbunden. Beamtenbund-Chef Erhard Geyer, der die Beteiligung heute als "Fehlinvestition" bezeichnet, saß bis zum Frühjahr imAufsichtsrat derHunzinger AG. Außerdem war der DBBauch Kunde bei dem Frankfurter Beziehungsmakler: Hunzinger besorgte gegen fünfstellige Honorare glamouröse Referenten für Veranstaltungen des Beamtenbundes. So sprach auf einer gewerkschaftspolitischen Arbeitstagung des DBB im Jahr 2000 der damalige Deutschlandchef von Microsoft, RichardRoy, ein Hunzinger-Kunde.