Nachfolge-Diskussion um Jörg Schönbohm - DER SPIEGEL
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Nachfolge-Diskussion um Jörg Schönbohm

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In der brandenburgischen Union regt sich der Wunsch nach einem Generationswechsel an der Parteispitze, an der bisher Innenminister Jörg Schönbohm steht. "Es wäre sinnvoll", sagt etwa der frühere CDU-Landeschef, der Bundestagsabgeordnete Ulf Fink, "wenn Herr Schönbohm die Nachfolge regeln würde." Wer 65 sei, müsse wissen, dass er nicht ewig weitermachen könne. Hinter dem Rücken Schönbohms, der 2003 erneut für den Vorsitz kandidieren will, habe schon die "Suche nach einem neuen Alpha-Tier" begonnen, heißt es in der Landtagsfraktion. Schönbohm selbst hatte dafür den Anlass geliefert - weil er Interesse am Posten des Verteidigungsministers in einem Kabinett Stoiber bekundet hatte. Als aussichtsreicher Nachfolger für den Posten des Parteichefs gilt Wirtschaftsminister Wolfgang Fürniß. Für Unruhe sorgen zudem Abwerbeversuche der Schill-Partei. Der frühere stellvertretende CDU-Landeschef Klaus Häßler lief bereits über. Auch der mögliche Nachrücker Joachim Stöcker, der auf einen CDU-Listenplatz gewählt wurde, könnte als "Trojanisches Pferd Schills" - so Unionspolitiker - in den Landtag gelangen, sobald ein anderer CDU-Abgeordneter ausscheidet.