Bundeswehr-Labors für Irak-Einsatz bereitgestellt - DER SPIEGEL
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Bundeswehr-Labors für Irak-Einsatz bereitgestellt

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Einen starken Beitrag zu den Waffeninspektionen der Uno im Irak soll die Bundeswehr leisten. Noch am Mittwoch vor der Wahl hatte Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) in einem Telefonat mit Uno-Generalsekretär Kofi Annan (Schröder:"Sagen Sie uns, was Sie brauchen!") umfassende Hilfe versprochen. Dazu gehören Raketentechniker sowie Fachleute für chemische und biologische Waffen aus Bundeswehr, Nachrichtendiensten und Industrie. Weil der Irak sich bei früheren Inspektionen über angebliche Manipulationen von Proben in US-Einrichtungen beklagt hatte, hält Deutschland nun Labors der Bundeswehr in Munster, Sonthofen und München sowie beim renommierten Robert-Koch-Institut in Berlin bereit. CH-53-Hubschrauber und Transall-Transporter könnten ebenfalls bald gefragt sein. Bundeswehr-Piloten hatten für die Waffenkontrolleure von 1991 bis 1996 mehr als 5000 Flüge absolviert und gelten bei der Uno als bewährte Kräfte. Allerdings hat das Heer kaum noch einsatzklare CH-53-Helikopter: Die meisten sind in Afghanistan und auf dem Balkan gebunden - oder nach zahlreichen Hochwasser-Einsätzen in Reparatur. Auch beim Personal könnte es Probleme geben. Zum Team abrufbereiter und regelmäßig trainierter Uno-Prüfer gehören an die 20 Deutsche, darunter drei Stabsoffiziere des Zentrums für Verifikationsaufgaben in Geilenkirchen bei Aachen. Deren Einsatzfreude ist indes gehemmt: Einer der Soldaten hatte bei der letzten Mission im Irak nach Kontakt mit Gift-Chemie Gesundheitsschäden erlitten. Das Verteidigungsministerium will dafür aber nicht geradestehen und die Erkrankung nicht als "Wehrdienstbeschädigung" anerkennen.