Drastische Sparpläne im Bundesfinanzministerium
Nach Plänen des Finanzministeriums wird der Bund noch härter sparen müssen. Haushaltsstaatssekretär Manfred Overhaus hat für das nächste Jahr zusätzliche Einsparungen von bis zu 20 Milliarden Euro gefordert. Andernfalls sei das Ziel, schon 2004 wie versprochen einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen, nicht zu erreichen. Vor allem in den größten Etatposten, Verteidigung sowie Arbeit und Soziales, sind demnach drastische Einschnitte vorgesehen. Das Finanzministerium hatte die Existenz derartiger "Giftlisten" zunächst dementiert. Die Ministerialen glauben, dass allenfalls ein Drittel der Streichvorhaben durchsetzbar sei. Doch auch dies würde bedeuten, dass im bereits vorliegenden Etatentwurf 2003 noch bis zu sieben Milliarden Euro eingespart werden müssten.