Weniger Militär-Airbusse für die Bundeswehr
Bundesverteidigungsminister Peter Struck richtet sich darauf ein, dass der Wehretat in den nächsten Jahren nicht nennenswert über die bisher für 2003 geplanten 24,4 Milliarden Euro steigen wird. Er will deshalb alle Rüstungsprojekte "auf den Prüfstand" stellen. Dazu gehört auch der Kauf von 73 Transportflugzeugen des Typs A400M. Im Verteidigungsministerium wird bereits geprüft, ob auch 60 Exemplare reichen könnten.
Großbritannien hat bereits Wohlwollen signalisiert. Frankreich dürfte sich letztlich nach Berliner Einschätzungen nicht quer legen. Selbst das Airbus-Herstellerkonsortium hat erkennen lassen, dass der mehrfach verschobene Milliarden-Auftrag der Militärs wegen der Entwicklungsarbeiten für den zivilen Super-Jumbo A380 nicht mehr so eilig ist. Dem Rotstift zum Opfer fallen sollen ein neuer Fregatten-Typ der Marine, neue Flugzeuge für U-Boot-Jagd und Fernaufklärung - und möglicherweise auch der kürzlich erst beschlossene neue Schützenpanzer "Igel" für das Heer.