Luftwaffen-Tornado stürzte ab, weil der Pilot offenbar schlecht ausgebildet war - DER SPIEGEL
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Luftwaffen-Tornado stürzte ab, weil der Pilot offenbar schlecht ausgebildet war

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Tornado-Piloten sind nach einem vertraulichen Bericht der Bundeswehr teilweise so schlecht ausgebildet, dass sie in Notsituationen falsch reagieren. Demnach mussten ein Pilot und ein Waffensystemoffizier der Luftwaffe offenbar deshalb sterben, weil sie ungenügend auf eine Nato-Übung vorbereitet waren. Die beiden Soldaten kamen im März vergangenen Jahres bei einem Absturz in den USA ums Leben. Der interne Bericht des damaligen Generals Flugsicherheit, Klaus-Peter Stieglitz, wirft der Luftwaffe in diesem Zusammenhang schwer wiegende Versäumnisse vor.

So war der ums Leben gekommene Hauptmann aus Cochem laut Bericht nur ungenügend auf den anspruchsvollen Tiefflug bei Nacht vorbereitet - unter anderem, weil er in seinem Heimatgeschwader zuvor mit anderen Aufgaben betraut war. Die Luftwaffenführung habe, so Brigadegeneral Stieglitz, den Verband des Piloten zur Teilnahme bestimmt, ohne "zeitgerecht die Voraussetzungen durch einen Führungsbefehl festzulegen".

Der Verband der Besatzungen strahlgetriebener Kampfflugzeuge (VBSK), in dem rund 800 Luftwaffen-Offiziere zusammengeschlossen sind, kritisiert seit langem, dass die deutschen Piloten immer weniger Trainingsflüge haben. "Es werden überall Löcher gestopft", so VBSK-Vize Frank Arnold. Weil der tägliche Übungsbetrieb wegen Geldmangels eingeschränkt sei, so VBSK-Vorsitzender Thomas Wassmann, "war es nur eine Frage der Zeit, bis so etwas wie in den USA passiert".