Korruptionsverdacht bei Kabul-Flügen der Bundeswehr - DER SPIEGEL
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Korruptionsverdacht bei Kabul-Flügen der Bundeswehr

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Sonderermittler des Verteidigungsministeriums gehen dem Verdacht nach, bei der Ausschreibung und Vergabe von Versorgungsflügen nach Kabul sei manipuliert worden. Parallel prüft der Bundesrechnungshof, ob die Bundeswehr dabei Steuermillionen verschwendete. Schon länger kursieren in der Speditionsbranche Gerüchte, bei den lukrativen Transportflügen würden wenige Firmen bevorzugt. Allein zwischen dem 29. Dezember 2001 und dem 20. August wurden 154 Flüge mit dem Großraumtransporter Antonow 124 nach Afghanistan abgewickelt. Dafür zahlte der Bund rund 34,5 Millionen US Dollar an Speditionen, die die Flugzeuge in der Ukraine charterten. Der Offenbacher Luftfrachtspediteur Thomas Rinnert erstattete vergangenen Donnerstag bei der Staatsanwaltschaft Bonn Strafanzeige gegen angeblich korrupte Mitarbeiter des Bundesamtes für Wehrverwaltung (BAWV). Rinnert, Geschäftsführer der Firma Central Asian Logistics GmbH, wirft BAWV-Bediensteten vor, zwei Speditionsunternehmen Aufträge zuzuschanzen.