Regierung plant höheren Zuverdienst für Fürsorgebezieher - DER SPIEGEL
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Regierung plant höheren Zuverdienst für Fürsorgebezieher

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Im Zuge der geplanten Fusion von Arbeitslosen- und Sozialhilfe will die Bundesregierung die Zuverdienstmöglichkeiten für langzeitarbeitslose Fürsorgebezieher ausweiten. Das berichtet das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL unter Berufung auf interne Papiere des Bundeswirtschaftsministeriums. Danach sollen allein stehende Bezieher der geplanten neuen Unterstützungsleistung (Arbeitslosengeld II) künftig bis zu 55 Prozent des Sozialhilfe-Regelsatzes von 292 Euro hinzuverdienen dürfen, ohne dass die Fürsorge gekürzt wird. Bei einem Zwei-Personen-Haushalt steigt die maximale Zuverdienstgrenze auf 60 Prozent, bei einer Familie mit zwei Kindern sind es 70 Prozent. Heute dürfen Sozialhilfe-Bezieher in der Regel lediglich einen Lohn von bis zu 50 Prozent des Regelsatzes behalten, wenn sie nebenbei arbeiten. Mit den erweiterten Zuverdienstmöglichkeiten will die Bundesregierung erreichen, dass mehr Fürsorgebezieher einen regulären Job annehmen.