FDP-Mitglieder sollen marode Parteifinanzen aufbessern
Marode Finanzen zwingen die FDP, ihre Mitglieder verstärkt um Spenden anzugehen. Beim Bundesparteitag Mitte Mai in Bremen will Schatzmeister Günter Rexrodt für eine "freiwillige Sonderumlage werben. Grund für die Bettelaktion sei ein Schuldenstand von mehr als 15 Millionen Euro. Allein für Zinsen, so Rexrodt im kleinen Kreis, müsse die FDPin diesem Jahr etwa 1,6 Millionen Euro ausgeben. Dramatisch verschärft habe sich die Lage wegen der verkorksten Bundestagswahl im vergangenen Jahr. Das eigens für den Wahlkampf gegründete Spendenbüro hatte statt der angepeilten neun Millionen Euro unterm Strich nur 1,4 Millionen Euro in die Kasse gespült. Zudem stehen der FDP wegen des unerwartet schlechten Wahlergebnisses von 7,4 Prozent nur rund drei Millionen Euro als Kostenerstattung aus Steuergeldern zu. Für den Parteitag gilt bei den Liberalen strikter Sparzwang. Anders als in den vergangenen Jahren will die FDP auf eine teure Video-Leinwand hinter dem Rednerpult verzichten und stattdessen Papptafeln aufstellen.