PDS Comeback für Bisky?
Im Streit um die Führung der PDS wird der frühere Chef der Postkommunisten und heutige Fraktionsvorsitzende im Potsdamer Landtag, Lothar Bisky, gedrängt, wieder den Parteivorsitz zu übernehmen. "Es gibt solche Kräfte, bestätigte Bisky auf Anfrage. Nach dem Willen mehrerer PDS-Reformer soll der 61-jährige habilitierte Kulturwissenschaftler die blasse Parteichefin Gabi Zimmer ersetzen oder zumindest als eine Art Aufseher die Umstrukturierung des Vorstands auf einem Sonderparteitag organisieren. Auf die Einberufung eines solchen Konvents und den geschlossenen Rücktritt des Parteivorstands verständigten sich am Freitag vergangener Woche die realpolitisch orientierten PDS-Landeschefs. Sie drängen vor allem auf die Ablösung des Parteivize Diether Dehm und des Bundesgeschäftsführers Uwe Hiksch beide früher der SPD angehörig aus der Führungsspitze. Dehm war erst jüngst vom eher linksradikalen Parteivorstand zum Beauftragten für die "kulturelle Öffentlichkeitsarbeit der PDS ernannt worden. Ihm und Hiksch wird insbesondere in den Landesverbänden Brandenburg, Thüringen und Sachsen, die im kommenden Jahr vor Landtagswahlen stehen und die Koalitionen mit der SPD anstreben, Sektierertum vorgeworfen. Man könne "nicht mit der Forderung nach der Verstaatlichung von Banken in den Wahlkampf ziehen, so Thüringens PDS-Fraktionschef Bodo Ramelow.