Indonesien schiebt deutschen Terrorverdächtigen ab
Ein unter Terrorismusverdacht stehender Deutscher soll in dieser Woche von den indonesischen Behörden nach Deutschland abgeschoben werden: Der gebürtige Ägypter Reda S. wird beschuldigt, Verbindung zu hochrangigen Funktionären der Qaida zu unterhalten; die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts der Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung. Indonesische Behörden hatten S. kurz vor dem Terroranschlag auf Bali im Oktober 2002 (202 Tote) verhaftet, später aber nur wegen eines Verstoßes gegen die Einreisevorschriften verurteilt. Um zu erreichen, dass er nach Deutschland zurückkehren muss, entzog ihm die deutsche Botschaft in Jakarta den Reisepass. Für den Heimflug soll er ein vorläufiges Ersatzpapier erhalten.