Streitfall Lafontaine: Mehrheit in der SPD hält Comeback für schädlich - DER SPIEGEL
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Streitfall Lafontaine Mehrheit in der SPD hält Comeback für schädlich

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Eine erneute politische Aktivität des früheren SPD-Vorsitzenden Oskar Lafontaine wäre nach Meinung der meisten Sozialdemokraten (51 Prozent) schädlich für die Partei. Das ergab eine Umfrage des Instituts Forsa für das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL unter SPD-Mitgliedern. 38 Prozent der Befragten hielten ein Lafontaine-Comeback für nützlich. Dass sich der Ex-Parteichef ganz aus der Politik heraushalten soll, meinten 39 Prozent der SPD-Mitglieder, während 25 Prozent sagten, Lafontaine solle eine politische Rolle lediglich im Saarland spielen. Lafontaines Anregung, SPD und PDS sollten enger zusammenarbeiten, wurde von 73 Prozent der Befragten abgelehnt.

Für den Mitgliederschwund der Partei, die seit Jahresbeginn mehr als 30.000 Abgänge per saldo zu verzeichnen hat, machen 37 Prozent der Sozialdemokraten die Regierungspolitik von Kanzler Gerhard Schröder verantwortlich. 16 Prozent sehen die Ursache im altbackenen SPD-Programm, während 38 Prozent - eine knappe relative Mehrheit - angeben, dass Parteien generell unpopulär und out seien. 74 Prozent der befragten SPD-Mitglieder wollen am umstrittenen Begriff "Demokratischer Sozialismus" als Teil des Parteiprogramms festhalten.